Kurz vor Treffen mit König CharlesTrump ätzt gegen Prinz Harry

Bei seinem Überraschungsbesuch in Kiew appelliert Prinz Harry an die USA, Führungsstärke zu zeigen. US-Präsident Donald Trump schmeckt die unterschwellige Kritik selbstredend überhaupt nicht. Er reagiert mit spöttischen Bemerkungen über Harry - und dessen Frau.
Donald Trump und Prinz Harry werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. So holte der US-Präsident jetzt erneut zu einem unsachlichen Seitenhieb gegen den Royal aus - nur wenige Tage, bevor er mit König Charles den Vater des Prinzen im Weißen Haus empfängt.
Anlass dafür war der Überraschungsbesuch, den Prinz Harry am Donnerstag Kiew abgestattet hatte. In einer Rede auf einer Sicherheitskonferenz in der ukrainischen Hauptstadt erklärte der 41-Jährige, die USA sollten „zeigen, dass sie ihren internationalen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen können - nicht aus Nächstenliebe, sondern aufgrund ihrer dauerhaften Rolle für die globale Sicherheit und strategische Stabilität“.
Harry appellierte zudem an die USA, eine entscheidende Rolle bei der Beendigung der russischen Invasion in der Ukraine zu übernehmen. „Dies ist ein Moment für amerikanische Führungsstärke“, erklärte er.
Der Royal erwähnte Trump in diesem Zusammenhang nicht namentlich. Dass seine Äußerungen auf die amtierende US-Administration abzielten, liegt aber natürlich auf der Hand.
Dem US-Präsidenten ist dies nicht entgangen. Als er im Oval Office darauf angesprochen wurde, spottete er: „Prinz Harry? Wie geht es ihm? Wie geht es seiner Frau? Bitte richten Sie ihr meine Grüße aus.“ Und weiter: „Eines weiß ich: Prinz Harry spricht nicht für Großbritannien, das ist sicher. Ich glaube, ich spreche mehr für Großbritannien als Prinz Harry.“ Sarkastisch fügte er hinzu, dass er Prinz Harrys Rat „sehr“ schätze.
Prinz Harrys unangekündigte Reise in die Ukraine erfolgte wenige Tage nach seiner Abreise aus Australien. Dorthin waren er und seine Frau, Herzogin Meghan, privat gereist. Beide sind keine aktiven Mitglieder des britischen Königshauses mehr.
Trumps Vorfreude auf den Besuch von König Charles und Königin Camilla, die ab Montag in den USA sein werden, scheinen Harrys Kommentare nicht getrübt zu haben: „Er ist ein Freund von mir. Wir freuen uns schon sehr darauf. Wir haben miteinander gesprochen und werden eine tolle Zeit haben“, sagte Trump über den Monarchen.
Die Fehde zwischen Trump auf der einen sowie Harry und Meghan auf der anderen Seite tobt schon seit Jahren. Nachdem Meghan im letzten Präsidentschaftswahlkampf die Demokraten unterstützt hatte, lästerte Trump zum Beispiel in einem Interview mit dem Moderator Piers Morgan: „Harry ist ein unter dem Pantoffel stehender Mann, wie ich ihn noch nie gesehen habe.“ Er sei „kein Fan von Meghan. Ich glaube, der arme Harry wird an der Nase herumgeführt.“
Eine Zeit lang wurde sogar spekuliert, Trump wolle den mit seiner Frau in den USA lebenden Harry abschieben, ehe der US-Präsident dies öffentlich verneinte - jedoch nicht ohne eine Spitze gegen Meghan: „Er hat genug Probleme mit seiner Frau. Sie ist schrecklich.“
Ende 2025 holte Harry in der „Late Show“ von Stephen Colbert zu einer Retourkutsche aus. In einem Sketch erklärte er, er wisse, dass die Amerikaner „von Königshäusern besessen“ seien. Als Colbert versuchte, zu widersprechen, scherzte der Herzog von Sussex: „Wirklich? Ich habe gehört, ihr habt einen König gewählt.“
Verwendete Quellen: vpr/spot


