TVB Stuttgart mit Sensations-Sieg!Nächster Schock! Rekordmeister Kiel erlebt Debakel in Liga-Duell

Stuttgart, GERMANY - 05. März 2026: Kai Häfner (TVB Stuttgart, 34) beim Zweikampf gegen Rasmus Ankermann (THW Kiel, 22) während dem Match zwischen dem TVB Stuttgart und dem THW Kiel am 24. Spieltag der Daikin Handball Bundesliga [Bundesliga] in der Porsche-Arena.
Europameister Kai Häfner lief gegen Kiel zu großer Form auf.
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Dem THW Kiel drohen die Chancen auf die Champions-League-Teilnahme aus den Händen zu gleiten. Der Handball-Rekordmeister kassiert die zweite bittere Pleite binnen weniger Tage.

Handball-Rekordmeister THW Kiel hat die zweite Bundesliga-Pleite in Serie kassiert. Nach der Niederlage gegen den VfL Gummersbach setzte es ein 27:32 (16:14)-Debakel beim TVB Stuttgart. Hendrik Pekeler war mit fünf Toren bester Werfer des THW bei der vierten Saisonniederlage der Norddeutschen. Für die Schwaben, die im 22. Ligaspiel den ersten Sieg überhaupt gegen Kiel feierten, war Kai Häfner zehnmal erfolgreich.

Um die offensiv ausgelegte Abwehr der Gastgeber zurückzudrängen, setzten die Kieler vor den 6.212 Zuschauern in der ausverkauften Stuttgarter Arena auf den siebten Feldspieler. Dank einer zunächst guten Wurfquote zogen die Norddeutschen auf 11:7 (20. Minute) davon.

Die Schwaben ließen sich aber nicht beirren. Auch die Doppelparade von THW-Torhüter Gonzalo Perez de Vargas gegen einen Siebenmeter und den Nachwurf von Kai Häfner (36.) brachte sie nicht aus dem Konzept. In der 49. Minute brachte Simone Mengon die Gastgeber 27:21 in Führung.

Wie schon gegen Gummersbach brach das System der Kieler zusammen. Fehlwürfe und technische Unzulänglichkeiten reihten sich aneinander. Gut neun Minuten vor Schluss nahm THW-Coach Filip Jicha seine letzte Auszeit: „Ich möchte, dass keiner auf die Anzeige schaut. Ich möchte aber, dass wir auf unsere Egos gucken“, sagte der Tscheche.

An der deutlichen Niederlage des THW änderten Jichas Worte aber nichts mehr. Außer dem 18-jährigen Rasmus Ankermann fand kaum ein Spieler zu seiner Normalform. In der Tabelle beträgt der Rückstand der fünftplatzierten Kieler auf Spitzenreiter SC Magdeburg jetzt schon zehn Punkte.

Im Parallelspiel rang der VfL Gummersbach den Champions-League-Aspiranten TBV Lemgo Lippe in einem Kraftakt nieder: Nationalspieler Julian Köster erzielte 1:11 Minuten vor dem Ende den 28:27(15:14)-Siegtreffer in einer über die komplette Distanz ausgeglichenen Begegnung. Zuvor hatte der Vize-Europameister nur ein Tor aus fünf Versuchen produziert. Mit acht Treffern war sein Mannschaftskollege Kay Smits erfolgreichster Werfer der Partie.

Für Überraschungsteam Lemgo, das erst am Montag aus dem eigentlich verlorenen Duell mit den Rhein-Neckar Löwen wegen eines Verstoßes gegen die Doping-Bestimmungen am Grünen Tisch zwei wertvolle Punkte zugesprochen bekommen hatte, traf Niels Versteijnen sechsmal.

Der VfL bestätigte damit seine herausragende Form: Neben den Füchsen Berlin stellt Gummersbach das einzige Team der Liga, das bislang alle Spiele in 2026 gewonnen hat.

Verwendete Quellen: ter/dpa