Trainer-Debatte eskaliert nach SiegKahn platzt der Kragen! Darum verteidigt er Tuchel

Oliver Kahn Vorstandsvorsitzender, FC Bayern Muenchen AG, im Hintergrund Thomas Tuchel Chef-Trainer, FC Bayern Muenchen. GER, FC Bayern Muenchen, Pressekonferenz zur Vorstellung von Thomas Tuchel, Fussball, Bundesliga, Spielzeit 2022/2023, 25.03.2023. DFL DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and or QUASI-VIDEO. GER, FC Bayern Muenchen, Pressekonferenz zur Vorstellung von Thomas Tuchel, Fussball, Bundesliga, Spielzeit 2022/2023, 25.03.2023 Muenchen *** Oliver Kahn CEO, FC Bayern Muenchen AG , in the background Thomas Tuchel head coach, FC Bayern Muenchen GER, FC Bayern Muenchen, press conference to introduce Thomas Tuchel, football, Bundesliga, season 2022 2023, 25 03 2023 DFL DFB REGULATES PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and or QUASI VIDEO GER, FC Bayern Muenchen, press conference to introduce Thomas Tuchel, football, Bundesliga, season 2022 2023, 25 03 2023 Muenchen Copyright: xEibner-Pressefoto/HeikexFeinerx EP_HFR
Eine kurze gemeinsame Zeit hatten Tuchel und Kahn auch beim FC Bayern.
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Tuchels Generalkritik an der eigenen Mannschaft nach dem siegreichen Viertelfinale bringt dem Trainer ordentlich Gegenwind ein. Torhüter-Legende Kahn hält zum England-Coach und sieht ein ganz anderes Problem.

Der ehemalige Fußball-Nationaltorhüter Oliver Kahn hat Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel in Schutz genommen. Tuchel war in die Kritik geraten, weil er nach dem 2:1 gegen Norwegen im WM-Viertelfinale mehr von Fehlern im Spiel seiner Mannschaft sprach als über den Einzug ins Halbfinale am Mittwoch (21 Uhr/MagentaTV, ARD und bei ntv.de im Liveticker) gegen Argentinien in Atlanta.

„Die Reaktionen folgten sofort. Und sie verraten mehr über unsere Zeit als über den Fußball“, schrieb Kahn bei Linkedin. Ihn irritiere nicht Tuchel. Ihn irritiere, dass Fragen, warum ein Trainer eine Mannschaft nach einem Sieg kritisiert oder warum er nicht lobt, überhaupt gestellt werden.

„Denn sie offenbaren eine Eigenart, die weit über den Sport hinausreicht. Wir glauben, Niederlagen seien der gefährlichste Moment einer Entwicklung. Tatsächlich ist es oft der Sieg“, befand Kahn. Eine Niederlage zwinge zur Analyse. Ein Sieg verführe dazu, auf sie zu verzichten. „Deshalb beginnt die eigentliche Führungsarbeit nicht nach einem verlorenen Spiel, sondern nach einem gewonnenen.“

Tuchel habe keine schlechte Stimmung verbreitet. „Er hat etwas getan, das im Spitzensport selbstverständlich sein sollte. Er hat verhindert, dass ein Sieg wichtiger wird als die Wahrheit“, schrieb der langjährige Torhüter des deutschen Rekordmeisters Bayern München. „Denn der Unterschied zwischen guten und außergewöhnlichen Mannschaften zeigt sich nicht nach Niederlagen, sondern nach Siegen.“

Kahn kennt Tuchel aus der gemeinsamen Zeit beim FC Bayern. Er hatte im März 2023 in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender den Trainer Tuchel verpflichtet. Zwei Monate später trennte sich der Verein von Kahn.

Verwendete Quellen: lme/dpa