Fünf Wochen Trainingslager vor Oktagon 86MMA-Star Christian Jungwirth: Erst nächster Sieg, dann Rückkampf gegen Eckerlin?

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Zuletzt gewann Christian Jungwirth gegen Niklas Stolze.
Oktagon
von Michael Bauer und Thomas Lipke

Endlich wieder Käfig-Kloppe!
Am Samstag (11. April) steigt in Stettin (Polen) mit Oktagon 86 das nächste große MMA-Spektakel – ab 17.25 Uhr live auf RTL+. Nach einer längeren Pause steht dann auch wieder der deutsche MMA-Superstar Christian Jungwirth (38) im Käfig. Der Stuttgarter kämpft gegen Lokalmatador Michał Materla (41). RTL.de verrät, warum dieses Duell kein gewöhnlicher MMA-Kampf wird.

MMA-Kämpfer Christian Jungwirth will auch in Polen siegen

Denn bei seinem Duell mit der polnischen MMA-Legende gelten besondere Regeln! „Stand & Bang“ bedeutet im Grunde genommen Boxen mit kleinen MMA-Handschuhen – Ellbogen und Clinch am Zaun sind erlaubt. Zugleich sind Tritte am kommenden Samstag verboten. Auch darf nicht am Boden weitergekämpft werden. Geht ein Kämpfer zu Boden, bekommt er wie beim Boxen Zeit wieder aufzustehen. Ein Fight also, der Jungwirth liegen sollte und der den Fans definitiv geballte Kampfsport-Action bietet.

Lese-Tipp: MMA LIVE! RTL überträgt Christian „The Kelt” Jungwirth vs. Michał Materla bei Oktagon 86 online im Stream auf RTL+

Seit etwa acht Jahren ist der ehemalige Jugendspieler des VfB Stuttgart MMA-Kämpfer. Vorm großen Kampf in Polen hat sich der Stuttgarter über fünf Wochen in São Paulo durch die Vorbereitung gequält. Die Kampfsportschule „Fighting Nerds“ zählt zu den besten der Welt und ist für einen analytischen Kampfstil bekannt. „Herz und Power, das habe ich schon alles. Das wurde mir in die Wiege gelegt“, sagt Jungwirth vor dem Kampf.

Den „nächsten Schritt“ wollte er mit seinen Trainingscamps in Brasilien machen. „Ich will mehr mit dem Kopf arbeiten, um die Ruhe in bestimmten Situationen bewahren zu können“, sagt er. „Das habe ich in meinem letzten Kampf gezeigt und das wird auch in meinem nächsten Fight zu sehen sein, dass ich mich weiterentwickelt habe.“

Jungwirth will wieder gegen Eckerlin kämpfen

Und weil der Kampf am Samstag vor allem im Stand geführt wird, hat er sich auch im Trainingslager vor allem darauf fokussiert. „Hier habe ich 100 Prozent Fokus auf den Sport und keine Termine oder Ablenkungen. Dazu habe ich mehr Zeit für die Regeneration“, erklärt der Schwabe weiter.

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Christian Eckerlin jubelt nach seinem Sieg gegen Matous Kohout.
Oktagon

Einen großen Nachteil hat der fünfwöchige Aufenthalt in der brasilianischen Metropole allerdings. „Der schwerste Part in Brasilien ist, solange von der Familie getrennt zu sein“, erzählt der Familienvater. „Als Profisportler gehört das dazu. Ich bin ja nicht zum Urlaub machen hier. Meine Frau versteht und unterstützt mich. Das sind die Opfer, die man bringen muss.”

Für Jungwirth hat der Kampf in Polen eine ganz besondere Bedeutung. Denn der Stuttgarter träumt nach wie vor von einer zweiten Chance gegen MMA-Megastar Christian Eckerlin (39).

2024 verlor Jungwirth gegen Eckerlin im Frankfurter Waldstadion das Duell um den inoffiziellen Titel „King of GerMMAny”. Im September steigt Oktagon erneut im großen Frankfurter Stadion, und Jungwirth möchte am liebsten allen zeigen, dass er Eckerlin schlagen kann.

Doch erst mal will Jungwirth am Samstag mit seiner Familie in Polen jubeln...

Verwendete Quellen: Oktagon; eigene RTL-Recherche