„Viele Menschen sterben“Uli Hoeneß packt aus: Große Angst vor dem 75. Geburtstag!

Uli Hoeneß ist der große Macher des FC Bayern und denkt nun wirklich über einen Abschied nach. Auf seine Verdienste ist er stolz. In die Zukunft blickt der 74-Jährige mit „ein bisschen Sorge“.
Uli Hoeneß blickt mit „ein bisschen Angst“ auf seinen 75. Geburtstag im Januar 2027. „Ich war immer jemand, der positiv war“, sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern bei DAZN, doch „dann gibt es natürlich auch Momente, in denen ich merke: Momentan sterben in meinem Umfeld sehr viele Menschen oder werden schwer krank. Das macht mir ehrlich gesagt ein bisschen Sorge.“
Früher habe er es nicht gekannt, „dass mich so etwas nervös gemacht hat“, erzählte Hoeneß, aber: „Meine Frau und ich stellen fest, dass wir inzwischen viel öfter darüber sprechen – wieder ist jemand gestorben, wieder gehen wir auf eine Beerdigung.“ Der kürzliche Tod der Frau seines Fahrers etwa habe ihn „unglaublich mitgenommen. Auch in unserem näheren Umfeld gibt es einige Menschen, die sehr schwer krank sind. Das geht einem schon nahe. Das belastet mich schon sehr.“
Und so denke er inzwischen auch häufiger über sein Vermächtnis nach. Er wisse bei aller Bescheidenheit um seine Verdienste um den FC Bayern, meinte Hoeneß. Das Wichtigste sei ihm dabei aber der Verein als „Familie“. Darauf lege er „großen Wert“, ehemalige Bayern-Spieler müssten zum Beispiel nie für eine Karte für ein Bundesligaspiel bezahlen. Die Altstars „trage ich auf Händen – bis zum letzten Atemzug“.
Seinen Posten im Aufsichtsrat will er lange vorher abgeben. „Wenn jemand morgen käme im Klub und sagt: ‚Jetzt wird es langsam Zeit.‘ Da bin ich der Erste, der sagt, das war’s“, betonte Hoeneß, aber: Er glaube nun mal nicht, „dass sich der Verein erlauben kann“, derzeit auf jemanden wie seinen Aufsichtsratskollegen Karl-Heinz Rummenigge „zu verzichten“.
Für „die nächsten drei oder vier Jahre“ könne er sich die Übergabe des Staffelstabs „gut vorstellen“, ergänzte Hoeneß: „Ich habe dabei überhaupt keinen festen Zeitplan. Entscheidend ist das Gefühl.“ Das Gremium sei gerade dabei, „einige Dinge zu verändern, und das geht klar in die richtige Richtung. Wenn das alles einmal passt und jüngere Leute, sagen wir um die 40, hier das Ruder übernehmen, dann werden wir uns hoffentlich ganz entspannt auf der Tribüne zurücklehnen und das Spektakel genießen.“
Verwendete Quellen: tno/sid



