Fußball-NationalmannschaftUndav-Blessur: „Es sind die Arschbacken“

Deniz Undav überzeugt gegen Finnland mit einem Doppelpack - und gibt nach seiner frühen Auswechslung Entwarnung für die WM.
Ohne Scheu beschrieb Deniz Undav seinen lädierten Körperteil nach dem gelungenen WM-Test der deutschen Fußballer gegen Finnland. „Es sind die unteren Arschbacken“, benannte der Stürmer im Anschluss an den 4:0-Sieg der DFB-Auswahl die schmerzende Stelle. Wegen der Blessur musste der 29-Jährige unmittelbar nach seinem zweiten Treffer schon eine halbe Stunde vor Schluss vom Platz.
WM-Sorgen macht sich Undav deshalb aber nicht. „Mir geht es gut. Ich denke nicht, dass es etwas Ernsthaftes ist, denn ich kenne meinen Körper. Ich hatte das schon zu Wochenbeginn. Dann war es wieder weg für zwei, drei Tage“, berichtete der Offensivstar des VfB Stuttgart und blickte zuversichtlich nach vorn: „Ein, zwei Tage Pause - dann geht es weiter.“
Undav darf auf Startelf hoffen
Mit seinem starken Auftritt machte Undav viel Werbung in eigener Sache - und erhielt dafür auch Lob von Julian Nagelsmann. „Deniz hat immer gefährliche Situationen in der Box gehabt. Er war an drei Toren beteiligt, von dem her war es ein sehr gutes Spiel“, sagte der Bundestrainer und fügte hinzu: „Wenn du zwei Tore machst und dann noch einen vorlegst, spielst du dich nie aus der Mannschaft.“
Auch Undav war happy über seine Leistung. „Wenn du hier bei der Nationalmannschaft Tore machst, gibt dir das einfach nur mehr Selbstvertrauen. Jetzt heißt es, einfach weitermachen, den Moment genießen und dann gucken, was passiert“, sagte der Stürmer.
Überbewerten wollte er den gelungenen Auftritt im Hinblick auf das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko aber nicht. „Wir haben drei gute Stürmer. Ich versuche einfach nur, meinen Job zu machen. Egal, wer spielt, wird alles geben für den Teamerfolg. Das ist das Wichtigste“, sagte er zum Kampf um die Startelf-Position im Angriff, für die auch Kai Havertz und Nick Woltemade infrage kommen.
Undav fliegt lieber liegend
Zunächst geht es für Undav ohnehin darum, angesichts seiner Po-Blessur schmerzfrei nach Übersee zu kommen. Den Flug nach Amerika am Dienstag möchte er daher vorwiegend im Liegen absolvieren. Schließlich gelte für eine schnelle Genesung die Devise: „Wenig sitzen.“

