DFB-UmbruchMatthäus: Was Klopp und Beckenbauer gemeinsam haben

Lothar Matthäus zieht in seiner Kolumne Vergleiche zwischen Jürgen Klopp und Franz Beckenbauer. Beide eine etwas, allerdings aus unterschiedlichen Gründen.
Noch bevor Jürgen Klopp einen Vertrag als neuer Bundestrainer unterschrieben hat, vergleicht ihn Ex-Weltmeister Lothar Matthäus schon mit der Fußball-Ikone Franz Beckenbauer. „Was Beckenbauer und Klopp vor allem gemeinsam haben, ist ihre Ausstrahlung. Ihre internationale Strahlkraft“, schrieb Matthäus in seiner „Bild“-Kolumne.
Matthäus erinnerte daran, dass dem vor zwei Jahren gestorbenen Beckenbauer auch das ein oder andere unbedachte Wort rausgerutscht sei. „Wie dem ebenfalls redegewandten Klopp, als er am Anfang der WM davon sprach, dass Julian Nagelsmann die Aufstellung mache - noch! Klopp muss da schon klar gewesen sein, dass er der Top-Favorit auf die Nachfolge ist, wenn es schiefgeht“, schrieb Matthäus über den aktuellen MagentaTV-Experten Klopp, der als Bundestrainer Nachfolger von Nagelsmann werden soll.
Matthäus: Klopp verkörpert „Traum vom Aufstieg“
„Jürgen Klopps Strahlkraft hat andere Quellen als bei Franz“, meinte Matthäus, der als Spieler 1990 mit dem Teamchef Beckenbauer Weltmeister geworden war. Klopp gelte bei den Fans „als einer von ihnen; er verkörpert den durch ehrliche Arbeit wahr gewordenen Traum vom Aufstieg.“ Als Trainer sei er allerdings längst weiter als Beckenbauer 1984 bei dessen Amtsantritt.
„Wobei Franz eigentlich gar kein Trainer war. Er hat nie einen Trainerschein gemacht. Er gab Richtung, Taktik und Strategie vor, hatte aber immer ein starkes Trainer-Team um sich herum, an das er Aufgaben wie Trainingsübungen delegierte. Das wird bei Klopp nicht viel anders sein“, meinte Matthäus.
Was Klopp und Beckenbauer in jedem Fall eine, sei der Respekt der Stars. Bei Beckenbauer wegen dessen Reputation als Spieler, bei Klopp wegen seiner Erfolge als Trainer.

