Fußball-NationalmannschaftMatthäus glaubt an DFB-Rückkehr von ter Stegen unter Klopp

Kehrt Marc-André ter Stegen nach mehr als einem Jahr zurück in den DFB-Kader? (Archivbild)
Kehrt Marc-André ter Stegen nach mehr als einem Jahr zurück in den DFB-Kader? (Archivbild)
Olaf Kraak/ANP/dpa

Schafft es ter Stegen unter Klopp zurück in den DFB-Kader? Lothar Matthäus geht davon aus und hat noch einen anderen Torwart auf dem Zettel. Der TV-Experte erwartet nicht nur positive Überraschungen.

Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist überzeugt von einer DFB-Rückkehr von Torwart Marc-André ter Stegen unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. „Was ter Stegen betrifft, gehe ich davon aus, dass er sicher dabei sein wird“, schrieb Matthäus über den Schlussmann von Ajax Amsterdam in seiner Sky-Kolumne und ergänzte später: „Wenn er in Amsterdam weiter seine Leistungen bringt, ist er ein Kandidat für die Nummer eins im deutschen Tor.“ Sein letztes Länderspiel für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft absolvierte ter Stegen im Juni 2025.

Auch Karius für Matthäus ein heißer Kandidat

Allerdings sei die Konkurrenz im deutschen Tor groß, betonte Matthäus. „Es gibt sieben, acht Torhüter, die sich Hoffnungen machen dürfen.“ Auch Loris Karius vom Bundesliga-Aufsteiger FC Schalke 04 rechnet der 65-Jährige gute Chance aus. „In der vergangenen Saison hat er überragend gehalten und hatte maßgeblichen Anteil an Schalkes Aufstieg. In der Bundesliga zeigt er, dass er nichts verlernt hat.“

Karius und Klopp kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit beim FC Liverpool. Als der Premier-League-Club 2018 das Finale der Champions League gegen Real Madrid mit 1:3 verlor, war Klopp Trainer und Karius stand im Tor. Im Endspiel unterliefen dem Schlussmann, der bislang noch kein A-Länderspiel bestritten hat, zwei spielentscheidende Patzer. „Die Vergangenheit, die er mit Klopp in Liverpool erlebt hat, sollte in der Schublade bleiben“, schrieb Matthäus.

Nominierung am Donnerstag

Klopp wird am Donnerstag (10.00 Uhr) seinen ersten Kader als Bundestrainer für die Spiele in den Niederlanden (24. September), gegen Griechenland (27. September), gegen Serbien (1. Oktober) und in Griechenland (4. Oktober) nominieren.

Matthäus glaubt, dass es unter dem Nachfolger von Julian Nagelsmann keine Experimente geben werde. „Das Schöne ist, dass Klopp zu 100 Prozent ein System hat und die Spieler nicht auf Positionen aufstellt, wo sie im Verein nicht zum Einsatz kommen.“ Es werde aber „nicht nur positive Überraschungen geben“, so Matthäus. „Es wird auch Spieler geben, die überrascht sein werden, dass sie nicht dabei sind.“