FußballItaliens Verband bestätigt Gespräche mit Pep Guardiola

Guardiola könnte zu Italiens Hoffnungsträger werden. (Archivbild)
Guardiola könnte zu Italiens Hoffnungsträger werden. (Archivbild)
Dave Thompson/AP/dpa

Pep Guardiola nach Italien? Dieses Gerücht scheint einen wahren Kern zu haben. Der Verband spricht mit der teuren Trainer-Koryphäe - mit noch offenem Ausgang.

Italiens Verbandschef Giovanni Malagò hat das Interesse an und die Gespräche mit Star-Trainer Pep Guardiola für eine Nachfolge von Gennaro Gattuso bekräftigt. Eine mögliche Verpflichtung des 55 Jahre alten Spaniers als Nationaltrainer könnte allerdings bedeuten, dass der Verband budgettechnisch eine große Ausnahme machen müsste - dazu aber offenbar bereit ist.

„Das ist noch nicht sicher, aber ich glaube, es war richtig und wichtig, den Dialog zu eröffnen und ihn aufrechtzuerhalten“, sagte Malagò in einem italienischen Fußball-Podcast.

EM in England als Reiz für Guardiola?

Bereits am Montag hatte Sky berichtet, dass Verantwortliche um den ehemaligen Profi Paolo Maldini für mehrere Tage in Barcelona gewesen seien, um Guardiola von einem Engagement als Cheftrainer beim tief gefallenen viermaligen Weltmeister zu überzeugen.

Der Trainer hat erst vor wenigen Wochen sein zehnjähriges Engagement bei Manchester City beendet und wollte eigentlich eine Pause einlegen. Die Aussicht auf die EM 2028 in Großbritannien sowie die WM 2030 unter anderem in seiner Heimat Spanien könnten ihn reizen.

Sprengt Italien das Trainer-Budget?

„Es gibt auch finanzielle und budgetäre Aspekte. Kurz- bis mittelfristig zu sagen, wir müssten den Gürtel enger schnallen, ist noch untertrieben. Es wären jedoch Ausnahmen denkbar, die möglicherweise den derzeit so dominanten Namen betreffen“, sagte Malagò zu einem möglichen Engagement von Guardiola.

Nachdem Italien zum dritten Mal nacheinander die WM verpasst hatte, mussten Auswahlcoach Gattuso, Teambetreuer Gianluigi Buffon und Verbandschef Gabriele Gravina gehen. Der neue Präsident Malagò überredete jüngst den früheren Starspieler Maldini, das Amt als Technischer Direktor zu übernehmen. Die wichtigste Aufgabe dabei ist, einen neuen Auswahltrainer zu finden.