Fußball-NationalmannschaftDie Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Die Fußball-Nationalmannschaft steht beim Abspielen der Nationalhymne am Mittelkreis.
Die Fußball-Nationalmannschaft steht beim Abspielen der Nationalhymne am Mittelkreis.
Federico Gambarini/dpa

Leroy Sané schafft seinen ersten Turniertreffer. Gegen Ecuador erreichen aber viele DFB-Stars bei weitem nicht ihr Top-Level. Auch Manuel Neuer zeigt kein perfektes Spiel.

East Rutherford (dpa) -

Neuer: Wieder nicht zu null. Zu zögerlich gegen Rodriguez (73.) und packte dann beim zweiten Gegentor nicht zu. Wirkt seine Aura in der K.-o.-Phase?

Kimmich: Der Kapitän findet nicht ins Turnier. Wieder fehlte hinten das Tempo und nach vorne die Präzision. Ungewöhnlich: Nach 60 Minuten ausgewechselt.

Tah: Der Abwehrchef war sehr präsent. Hielt stark dagegen - besonders beim Check gegen Valencia. Aber beim zweiten Gegentor zu zögerlich.

Rüdiger: Der Schlotterbeck-Ersatz agierte solide und bügelte auch manchen Fehler von Raum aus. Für eine halbe Stunde Kapitän, als Kimmich rausging.

Raum: Zwei gute Flanken, sonst nix. Dem Leipziger fehlte die Bindung zum Spiel und in der Rückwärtsbewegung die Orientierung. Brown bleibt erste Wahl.

Nmecha: Diesmal fehlte die große Power. Ungewöhnliche Ballverluste auch vor dem Gegentor. Der Dortmunder biss sich immerhin nach und nach ins Spiel.

Pavlovic: Robust vor dem Sané-Tor. Aber: Fehlpässe, Stellungsfehler und beim ersten Gegentor getunnelt. Mit gelber Karte vorbelastet zur Halbzeit raus.

Sané: Dieser Makel wäre getilgt. Sein erstes Turnier-Tor im 15. Spiel könnte zur Befreiung werden. Arbeitete auf der rechten Außenbahn viel nach hinten mit.

Musiala: Seine Dribblings laufen ins Leere. Der Münchner verkomplizierte mit seinen Drehungen das Spiel. Die Physis der Gegner behagte ihm nicht.

Wirtz: In der Offensive mit einem sehr großen Aktionsradius. Forderte seine Kollegen immer wieder zum Kombinationsspiel auf. Aber ohne Ertrag.

Havertz: Das war nicht der Havertz der letzten Wochen. Eine Kopfball-Chance, das war es dann auch schon. Muss seinen Stammplatz jetzt mit Toren sichern.

Stiller: WM-Premiere für den Stuttgarter als Pavlovic-Ersatz zur Halbzeit. Lief einige Bälle ab und haute sich auch mehrmals mächtig rein.

Undav: Den deutschen Fans auf der Tribüne winkte er schon zur Halbzeitpause voller Vorfreude zu. Diesmal traf der Super-Joker aber nur das Außennetz.

Thiaw: Kam für Kimmich und fügte sich gut in die Abwehr-Dreierkette ein. Aufmerksam bei einer wichtigen Kopfballabwehr.

Beier: Auch für den Dortmunder das erste WM-Spiel. Wirkung für das Offensivspiel konnte er dabei aber nicht entfalten.

Groß: Versuchte nach seiner Einwechslung in der schwierigen Schlussphase, die Ordnung in der Zentrale zu bewahren.