FIFA-Chef in der KritikDFB-Präsident: Wichtig, dass „System Infantino“ beendet wird

FIFA-Präsident Gianni Infantino steht unter Druck, will sich aber im März 2027 wiederwählen lassen. DFB-Chef Bernd Neuendorf hält einen Wechsel für „zwingend erforderlich“. Was er sich jetzt wünscht.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf fordert eine neue und nachhaltig veränderte FIFA-Führung - ohne Gianni Infantino. Es sei „wichtig, dass dieses System Infantino auch beendet wird“, sagte Neuendorf im Interview mit RTL/ntv über die Zukunft beim Fußball-Weltverband. Das Ende dieses Systems sei „zwingend erforderlich“.
Das Vertrauensverhältnis zur FIFA-Führung, zu Infantino, der vor allem wegen seiner mittlerweile zurückgenommenen Investorenpläne in der größten Krise seiner Amtszeit steht, sei „natürlich zerrüttet“, sagte Neuendorf am Rande von Sitzungen des UEFA-Exekutivkomitees im griechischen Thessaloniki.
Neuendorf wünscht sich „integre Persönlichkeit“
Obwohl Infantino massiv unter Druck steht, wird er sich im März 2027 zur Wiederwahl als FIFA-Präsident stellen. Einen erneuten Wahlsieg des 56 Jahre alten Schweizers will aber vor allem die Europäische Fußball-Union verhindern. Es wird erwartet, dass die UEFA bis zum Fristende am 18. November einen Gegenkandidaten nennen wird.
Die UEFA-Verbände treffen sich am 8. und 9. Oktober in Berlin. Spätestens da werde man „hierzu dann auch wichtige Entscheidungen treffen“, kündigte Neuendorf an. Man prüfe auch, „wie wir dieses System FIFA nachhaltig verändern können“. Zum Anforderungsprofil eines Infantino-Herausforderers sagte der DFB-Präsident: „Wichtig ist, dass es eine integre Persönlichkeit ist.“
