FußballCheerleader-Jubel zum Empfang des DFB-Teams in Winston-Salem

Julian Nagelsmann und Rudi Völler verlassen das Flugzeug in Winston-Salem.
Julian Nagelsmann und Rudi Völler verlassen das Flugzeug in Winston-Salem.
Federico Gambarini/dpa

Das DFB-Team ist in Winston-Salem angekommen und wird am Teamhotel begeistert empfangen. Los geht es mit einer öffentlichen Trainingseinheit. Was Bayern-Profi Leon Goretzka zu den WM-Aussichten sagt.

Mit schwarz-rot-goldenen Cheerleader-Pompons und großem Jubel ist die Fußball-Nationalmannschaft in ihrem WM-Quartier in Winston-Salem empfangen worden. Julian Nagelsmann und seine Spieler liefen durch ein Spalier des Hotel-Personals am „The Graylyn Estate“. Auf Schildern stand „Viel Erfolg“ und „Auf geht's Deutschland“. Rekordtorwart Manuel Neuer filmte die Willkommens-Zeremonie sichtlich erfreut per Handy.

Am Eingang zu dem weitläufigen Areal des luxuriösen Hotels säumten zahlreiche Fans die Straße, als der schwarze Bus mit DFB-Kapitän Joshua Kimmich und dessen Kollegen vorbeifuhr. Zuvor war die DFB-Auswahl nach einem rund zweistündigen Flug aus Chicago kommend auf dem Smith Reynolds Airport gelandet. Auf dem Rollfeld wurde die Maschine mit Fontänen der Flughafen-Feuerwehr begrüßt.

Training vor 3.000 Fans

Am ersten Tag in Winston-Salem findet am frühen Abend Ortszeit eine öffentliche Trainingseinheit statt. Im Spry Stadium werden 3.000 Zuschauer dabei sein. Die FIFA verlangt von jedem der 48 Turnier-Teilnehmer eine Übungseinheit vor Fans.

Bis zum Samstag läuft die Vorbereitung auf den WM-Auftakt in Houston, wo am Sonntag (19.00 Uhr/ARD) Außenseiter Curaçao der erste Kontrahent ist.

Leon Goretzka betonte in einem Interview die Erwartungshaltung nach dem frühen WM-Scheitern 2018 und 2022. „Das möchte man natürlich geraderücken“, sagte der Münchner in einem FIFA-Interview. Als ersten Anwärter auf den WM-Sieg sieht der 31-Jährige die DFB-Elf aber nicht.

Goretzka spürt Erwartungshaltung

„Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass wir im Kreise der Top-Favoriten dazugehören. So ehrlich müssen wir sein. Trotzdem gibt es natürlich zu Recht eine sehr hohe Erwartungshaltung an uns als Fußballnation“, sagte Goretzka.

Er selbst wäre „lieber Topfavorit“, sagte der Mittelfeldspieler. „Das kenne ich aus dem Verein gut. Und dann sind die Chancen am höchsten, dass man es auch zieht. Trotzdem wäre das einfach aufgrund der letzten Jahre nicht angebracht, sich da jetzt selber als Favorit auf den WM-Titel zu bezeichnen.“