Nach WM-DebakelBericht: DFB-Spitze empfiehlt Nagelsmann Rücktritt

Der DFB will offenbar eine schnelle Lösung in der Causa Julian Nagelsmann. Was bei einer ersten Sitzung herausgekommen sein soll.
In einer dreistündigen Sitzung soll die DFB-Spitze Bundestrainer Julian Nagelsmann einen Rücktritt nahe gelegt haben. Dies berichtet die „Bild“ nach einer Aussprache des 38-Jährigen mit Spitzenfunktionären auf dem Campus des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt/Main. Nagelsmann soll sich Bedenkzeit erbeten haben.
Einem Bericht der „Frankfurter Rundschau“ zufolge soll die Ablösung von Nagelsmann ausgemachte Sache und bis zum Wochenende durch sein. Der Verband äußerte sich bislang nicht.
Nach dpa-Informationen hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf am Mittwoch in einer internen Mail an hochrangige Ehren- und Hauptamtliche über den Stand der Dinge informiert. Man werde weiter fortlaufend berichten. Über die Auflösung eines Vertrags von Nagelsmann würde der DFB-Aufsichtsrat entscheiden. Ebenso bei einer Verpflichtung eines Nachfolgers.
Bei der Sitzung drei Tage nach dem WM-Aus gegen Paraguay waren nach Informationen der „Bild“ Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler, Liga-Boss Hans-Joachim Watzke und DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig dabei.
Klopp wird als Nachfolger gehandelt
Nagelsmann hat noch einen Vertrag bis zur EM 2028 und unmittelbar nach der Niederlage im Sechzehntelfinale gegen Paraguay einen Rücktritt ausgeschlossen. Als sein möglicher Nachfolger gilt Jürgen Klopp, derzeit noch Head of Global Soccer bei Red Bull.
Der Bundestrainer hatte vorsorglich versichert, dass er bereit sei für einen Austausch guter Gründe. „Die Argumente liefere ich den Bossen. Jeder weiß, wie ich als Trainer ticke“, sagte Nagelsmann noch in Foxborough.

