Party mit Hoeneß und RummeniggeMeister-Wahnsinn! Bayern-Stars feiern wild auf dem Rasen
Der FC Bayern München ist zum 35. Mal deutscher Fußball-Meister. Durch das 4:2 gegen den VfB Stuttgart holt sich das Team bereits am 30. Spieltag den Titel.
Erst posierten Vincent Kompany und seine Meisterspieler für ein Erinnerungsfoto vor der Südkurve, dann begaben sie sich in ihren weißen Titelshirts mit Kakadu auf die verdiente Ehrenrunde. Auf der VIP-Tribüne genossen Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Herbert Hainer mit einem Weißbier das muntere Treiben auf dem Rasen.
Die ganz große Sause muss trotz der 35. Meisterschaft des FC Bayern aber warten, schließlich soll das Triple her. „Wir haben noch ein paar Ziele in dieser Saison“, sagte Joshua Kimmich nach dem eiskalt verwandelten Matchball beim 4:2 (3:1) gegen den VfB Stuttgart bei DAZN.
Das erste Ziel ist bereits nach 30 Spieltagen in der Fußball-Bundesliga erreicht, 15 Punkte beträgt der Vorsprung auf „Verfolger“ Borussia Dortmund. Das fühle sich „wunderschön“ an, verriet Trainer Kompany: „Das muss man genießen. Aber es ist noch nicht vorbei. Es geht weiter.“
Kimmich war erst einmal stolz auf den wichtigen Zwischenschritt. „Wir waren sehr, sehr konstant. So souverän ist es uns selten gelungen“, sagte Kimmich, bevor sich die Mannschaft hüpfend zu „Super Bayern“-Sprechchören vor den Fans feiern ließ. Die obligatorischen Bierduschen blieben aber zunächst aus, nicht nur weil der verletzte Party-Planer Serge Gnabry vermisst wurde. „Er fehlt uns extrem“, sagte Kimmich.
Raphael Guerreiro (32.), Nicolas Jackson (33.), Alphonso Davies (37.) und Harry Kane (52.) trafen zum erneuten Titelgewinn des Rekordmeisters - doch bei dem einen soll es in dieser Saison nicht bleiben. In der Champions League stehen die Münchner vor einem Gigantenduell mit Paris Saint-Germain (28. April und 6. Mai), bereits am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und im Liveticker auf ntv.de) wollen sie im Halbfinale des DFB-Pokals bei Bayer Leverkusen erstmals seit 2020 ins Finale von Berlin einziehen. Titelverteidiger VfB, für den in München Chris Führich (21.) und Chema Andres (88.) trafen, fordert tags darauf den SC Freiburg.
Am Sonntag aber durften sich die Bayern erstmal vom Großteil der 75.000 Fans in der Allianz Arena feiern lassen - zurecht. Seit dem ersten Spieltag, einem 6:0 gegen RB Leipzig, thronten die Münchner ununterbrochen an der Tabellenspitze und fegten mit ihrer Rekord-Offensive teils unaufhaltsam über die Liga hinweg. Das Ergebnis: Die 13. Meisterschaft in den vergangenen 14 Spielzeiten.
„Neben beeindruckenden Leistungen in der Bundesliga repräsentiert der FC Bayern den deutschen Fußball auch international hervorragend. Für das Halbfinale in der UEFA Champions League wünschen wir viel Erfolg und weitere großartige Europapokal-Abende“, erklärten die DFL-Geschäftsführer Marc Lenz und Steffen Merkel in einem Statement. Die Meisterschale wird am letzten Spieltag (16. Mai) nach dem Spiel gegen den 1. FC Köln überreicht.
Zwischen dem berauschenden Halbfinaleinzug in der Champions League gegen Real Madrid und dem wichtigen Spiel in Leverkusen nahm Kompany acht Wechsel an seiner Startelf vor. Unter anderem vertrat Jonas Urbig Kapitän Manuel Neuer im Tor. Jamal Musiala ersetzte Gnabry, der den Bayern wohl für den Rest der Saison fehlen wird.
Wer von den neu formierten Bayern vom Anpfiff weg einen Sturmlauf auf die Meisterschale erwartet hatte, wurde zunächst aber enttäuscht. Die Gastgeber ließen es im sonnigen München erst einmal ruhig angehen, während der VfB, der auf den gelbgesperrten Deniz Undav verzichten musste, sich vor allem auf Konter verließ - mit Erfolg: Einem starken Steckpass von Bilal El Khannouss ließ Führich den Stimmungsdämpfer folgen.
Das reichte, um die Bayern zu kitzeln - und kaum zog der Rekordmeister die Zügel an, begann der VfB zu schwimmen. Guerreiro nach schöner Vorarbeit von Musiala und Jackson, der auch von einem schlimmen Fehlpass von VfB-Verteidiger Finn Jeltsch profitierte, drehten die Partie in nur etwas mehr als 90 Sekunden. „Deutscher Meister wird nur der FCB!“, hallte es ein erstes Mal durch die Arena, Davies verlieh den Gesängen mit seinem ersten Saisontor Nachdruck.
Kompany wollte nun anscheinend nichts mehr riskieren - und brachte zur Halbzeit Michael Olise und Kane. Der Engländer machte mit seinem 32. Saisontor kurz darauf alles klar. Stuttgart ergab sich nun seinem Schicksal, die Bayern ließen weitere Chancen liegen. Der Titel geriet aber nicht mehr in Gefahr.
Verwendete Quellen: ter/sid






























