Grinsend erscheint Marie-Louise Eta zu ihrer ersten Pressekonferenz als erste CheftrainerIN eines Bundesligavereins. Der Medienandrang: riesig.
„Ich weiß, dass das eine gesellschaftliche Wirkung und auch Bedeutung hat und irgendwo auch eine Signalwirkung vielleicht auch ist.“
Eta hat was für die Geschichtsbücher geschaffen. Sie ist die erste Frau, die einen Bundesligisten trainiert. Eigentlich Grund zur Freude, aber im Internet hagelt es ekelhafte und sexistische Kommentare.
Die lassen Eta aber kalt.
„Ich lese keine Kommentare. Habe ich vorher auch nicht gemacht und jetzt eben war gar keine Zeit dafür, sich groß mit irgendwas zu beschäftigen. Es ist schon an mich herangetragen worden, dass es da ja zu Hasskommentaren auch kam. Aber grundsätzlich beschäftigt mich das nicht.“
Die 34-Jährige würde sich am liebsten nur mit dem Sportlichen beschäftigen. Die meisten Fragen aber, drehen sich um ihre Person.
„Es wäre natürlich schön, wenn es irgendwann diese Fragen einfach gar nicht mehr gibt. Wenn. Wenn es das Thema nicht mehr gibt, sondern dass es irgendwann einfach nur noch um den Sport geht. Wenn es um Fußball geht, wenn es um Leistung geht, wenn es um Erfolg geht.“
Am Wochenende gegen den VfL Wolfsburg geht’s auf jeden Fall um Fußball. Und dann kann Eta mit ihrer Mannschaft auch beweisen, dass es egal ist, ob ein Cheftrainer oder eine Cheftrainerin an der Seitenlinie steht.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Instagram: @tcunion