Der Auftakt in MadridErste Bestzeit auf dem Madring für Russell - Keine Crashs

Das erste Freie Training läuft ziemlich glatt. Zu Unfällen kommt es auf dem engen neuen Kurs in Madrid nicht. Dafür gibt es interessante Erkenntnisse.
WM-Verfolger George Russell hat auf dem neuen Formel-1-Kurs in Madrid die erste Bestzeit aufgestellt. Der Brite raste im einstündigen Freien Training auf Platz eins im Mercedes. Russell verwies seinen Teamkollegen Kimi Antonelli um 0,286 Sekunden auf den zweiten Platz. Im WM-Klassement liegt der Italiener 66 Punkte hinter dem Sieger von Monza vom vergangenen Sonntag.
Auf Rang drei im Auftakttraining auf dem „Madring“ an der Messe der spanischen Hauptstadt kam der wieder fitte Charles Leclerc im Ferrari vor seinem Teamkollegen, Rekordweltmeister Lewis Hamilton. Fünfter hinter dem aktuellen WM-Dritten (76 Punkte Rückstand auf Antonelli) wurde Max Verstappen im Red Bull. Nico Hülkenberg schaffte es auf dem Kurs mit der spektakulären Steilkurve „Monumental“ auf Rang neun im Audi vor dem Großen Preis von Spanien an diesem Sonntag (15.00 Uhr/Sky und RTL)
Keine Zeit zu verlieren
Alle nutzten jede Minute, um Erfahrung und vor allem Daten auf dem neuen Kurs zu sammeln. Als Erster fuhr Esteban Ocon im Haas auf die über fünf Kilometer lange Strecke in unmittelbarer Nachbarschaft zum Trainingszentrum von Real Madrid. Fast alle anderen folgten.
An der Spitze setzten sich zunächst die beiden Ferrari-Fahrer fest. Selbst mit den eigentlich schnelleren weichen Reifen kam Antonelli erst mal nicht an Hamilton und Leclerc ran, der sich bestens erholt von seinem schweren Unfall am vergangenen Sonntag beim Heimrennen der Scuderia in Monza zeigte. Den Auftritt der beiden Scuderia-Piloten verfolgte auch Real-Keeper Thibaut Courtois aus der Ferrari-Garage mit.
Ferrari kommt auf den weichen Reifen nicht in Fahrt
Allerdings setzte sich dann Russell an die Spitze. Und das deutlich mit dem weichen Reifensatz. Auch Antonelli verbesserte sich nun und rückte auf Platz zwei vor. Beide Ferraris konnten mit der schnelleren Mischung indes nichts mehr anrichten.
Spannend wird mit Blick aufs Rennen vor allem sein, ob und wie Überholen auf dem engen Kurs möglich ist. Zumindest in der ersten Stunde der Formel 1 auf der neuen Strecke blieben die befürchteten Unfälle aus. Einen heftigen Crash hatte es davor aber im Freien Training der Formel 2 gegeben.
Der Thailänder Tasanapol Inthraphuvasak war mit seinem Rennwagen in Kurve 19 mit großer Wucht rücklings in die Streckenbegrenzung gekracht. Der 20 Jahre alte Pilot stieg selbstständig aus dem schwerst beschädigten Wagen aus, der dann auch noch Feuer fing. Schwarzer Rauch stieg auf.
Durch den Streckenzaun versuchten Stewards den Brand offensichtlich mit einem Wasserschlauch zu löschen, ehe dann ein Feuerlöscher zum Einsatz kam. Die Aufräumarbeiten dauerten eine Weile.
