Sepsis in der SchwangerschaftNationalspielerin erleidet Fehlgeburt – Ärzte retten ihr wohl das Leben

Hölle im Krankenhaus statt Vorfreude aufs Baby.
Missy Bo Kearns machte Ende März öffentlich, dass sie ihr Baby verloren hat. Jetzt spricht sie erstmals über den Albtraum, der sie beinahe selbst das Leben gekostet hätte.
Missy Bo Kearns erwartet ein Baby – doch ein Moment verändert ihr ganzes Leben
42 Grad Fieber, Schüttelfrost. Und plötzlich ist alles anders. Englands Nationalspielerin Missy Bo Kearns erlebt auf dem Trainingsgelände ihres Fußballteams Aston Villa einen Moment, der ihr Leben von einer Sekunde auf die andere verändert. Wie ITV berichtet, schickt Klubärztin Jodie Blackadder-Weinstein die schwangere 25-Jährige, die nur auf dem Gelände ihres Klubs vorbeischauen wollte, sofort ins Krankenhaus. Dort folgt die doppelte Hiobsbotschaft: Kearns hat ihr Baby verloren und leidet an einer Sepsis, also einer Blutvergiftung.
Missy Bo Kearns spricht von „vier Tagen Hölle“
Wenige Wochen nach der Fehlgeburt schildert die Mittelfeldspielerin nun, wie schlimm die Tage danach wirklich waren. Gegenüber ITV erzählt Kearns, sie und ihr Partner Liam Walsh, der selbst Fußballspieler ist und für Luton Town in der dritten Liga kickt, hätten im Krankenhaus „drei, vier Tage Hölle“ durchgemacht. An die Sepsis habe sie in diesem Moment kaum gedacht. Ihr einziger Gedanke sei gewesen, dass sie ihr Kind verloren habe.
Aston-Villa-Ärzte retten Missy Bo Kearns wohl das Leben
Missy Bo Kearns ist inzwischen überzeugt, dass die Ärzte von Aston Villa ihr das Leben gerettet haben. Wäre sie an diesem Tag zu Hause gewesen, hätte sie die Symptome womöglich für eine Art Grippe gehalten und sich einfach hingelegt. Stattdessen wurde die Sepsis rechtzeitig erkannt.
Nationalspielerin will anderen Frauen Mut machen
Kearns berichtet auch von Selbstzweifeln, die sie nach dem Verlust quälten. Habe sie etwas falsch gemacht, etwas übersehen? Genau dieses Gefühl wolle sie anderen Frauen nehmen. Sie betont, dass Betroffene sich nicht die Schuld geben sollten und mit ihrem Schmerz nicht alleine seien. Sportlich hat sie ihr Ziel trotz allem nicht aufgegeben: Missy Bo Kearns will sich nach ihrer Rückkehr auf dem Fußballplatz für die WM 2027 empfehlen.
Verwendete Quellen: itv, Daily Mail



