Entscheider müssen „aufwachen!“Zverev tobt! Diese Forderung stellt er an Davis-Cup-Bosse

Alexander Zverev GER ballt die Faust 20.09.2026  Tennis  Davis Cup Qualifiers 2. Runde  Deutschland vs Kroatien , heristo-arena, Halle Westfalen, NRW Germany *** Alexander Zverev GER clenches his fist on September 20, 2026  Tennis  Davis Cup Qualifiers, 2nd Round  Germany vs. Croatia, Heristo Arena, Halle Westfalen, North Rhine-Westphalia, Germany Copyright: xpepphotox/xHorstxMauelshagenx pep00321, pep_20260920_hm
Ohne Zverev wird's eng für Deutschland.
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US-Open-Champion Alexander Zverev führt die deutsche Auswahl zum Finalturnier des Davis Cups. Doch nur gute Laune hat der Tennisstar nicht. Den Modus des Turniers mag er nicht.

Alexander Zverev genoss die Standing Ovations nach dem Einzug in die Davis-Cup-Endrunde, doch ganz ohne Kritik kam der Tennisstar auch in Halle nicht aus. Diesmal stieß sich der US-Open-Champion am umstritten Modus des Wettbewerbs. „Ich hoffe, dass die Entscheider beim irgendwann mal aufwachen und sehen, was der echte Davis Cup ist. Denn dieses Wochenende war der echte Cup“, sagte Zverev nach dem 3:1 gegen Kroatien.

Dass das Teamturnier inzwischen in einer Finalwoche an einem neutralen Ort seinen Sieger findet, ist Zverev ein Dorn im Auge. „Das, was wir in Bologna spielen, ist absoluter Mist. Ich hoffe, wir kehren wieder zum alten Format zurück“, schimpfte der 29-Jährige, der in Halle seine beiden Einzelmatches souverän für sich entschied. Für Zverev lebt der Wettbewerb von Heim- und Auswärtsspielen, euphorischen Fans und dem Gemeinschaftserlebnis einer Mannschaft mit dem Publikum. Den aktuellen Modus hatte er in Vergangenheit als „Showturnier“ bezeichnet.

In Bologna peilt die deutsche Auswahl den ersten Davis-Cup-Titel seit 1993 an. Es ist davon auszugehen, dass Zverev dabei sein wird - auch wenn er noch keine endgültige Zusage geben wollte. „Bis Bologna sind es noch zwei Monate Zeit. Ich habe noch viele Turniere vor mir“, sagte er. Dass er den Modus nicht möge, sei jedenfalls „kein Geheimnis. Das sage ich jedes Jahr aufs Neue.“

Ohne Zverev, das zeigten die zwei Tage in Halle, geht nichts. Nach Daniel Altmaiers Einzelpleite am Samstagabend stand das Duell auf der Kippe. Doch das Top-Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz zuvor mit einem überzeugenden 7:5, 6:2 gegen die Tokio-Olympiasieger Nikola Mektic und Mate Pavic sowie schließlich Zverev mit seinem ganz überlegenen 6:2, 6:4 gegen Altmaier-Bezwinger Dino Prizmic ließen das DTB-Team ausgelassen feiern, die vollbesetzte „Halle-Halle“ feierte begeistert mit und ließ „den Sascha“ hochleben.

Zverev, der ein wenig überraschend gleich nach den Strapazen von New York nach Ostwestfalen gereist war, wirkte am Sonntag hochkonzentriert. Anders als bei seinem mühevollen Sieg am Vortag gegen Matej Dodig agierte der Weltranglistenzweite klarer und weniger fahrig. Dodig habe allerdings auch „ein unglaubliches Match gespielt, so habe ich das nicht erwartet“, sagte Zverev, der nun mental besser gerüstet war. Jetzt soll der große Wurf her, der erste Triumph seit 33 Jahren: „Wir sind ein starkes Team, das bis zum Ende gehen kann. Mit einem starken Doppel und einer starken Nummer zwei“

Verwendete Quellen: tno/sid