Da staunt Moderator Günther Jauch nicht schlechtHochbegabte „Wer wird Millionär”-Kandidatin scheitert an 16.000-Euro-Hürde

IQ 133, Hochbegabtenklasse, Studium neben der Schule – und trotzdem wird „Wer wird Millionär?“ für Maya Upmann zur Zitterpartie!
Die 18-Jährige bringt Günther Jauch mit ihren Gedankengängen erst zum Staunen und dann ordentlich ins Schwitzen. Ausgerechnet bei der entscheidenden 16.000-Euro-Frage vertraut sie schließlich auf den falschen Tipp – und fällt bitter auf 500 Euro zurück.
„Ich habe mich gefreut, jeden Tag zur Schule zu gehen“
Stellt euch vor, ihr seid 18 Jahre alt und habt die Chance auf den Gewinn von drei Millionen Euro. So ging es jetzt acht jungen Menschen bei „Wer wird Millionär?“. Zum Auftakt einer neuen 3-Millionen-Euro-Woche begrüßt Moderator Günther Jauch Kandidaten, die gerade volljährig geworden sind. Die Jugend solle eine Chance bekommen, erklärt Jauch. Alle, die in einer regulären Sendung mindestens 16.000 Euro erspielen, haben dann im Finale theoretisch die Option, erneut anzutreten und um die Gewinnsumme von drei Millionen Euro zu spielen.
Eine, die es auf den Ratestuhl schafft, ist Maya Upmann aus der Nähe von München. Die junge Frau hat im Frühjahr ihr Abitur gemacht. „Ab wann hat man eine riesen Sehnsucht, dass es endlich endet?“, will Jauch über ihre Schullaufbahn wissen. Doch Upmann verblüfft ihn mit der Aussage, dass die Schule ihr großen Spaß gemacht und sie sich sehr gut mit allen Lehrern verstanden habe. „Ich habe mich gefreut, jeden Tag zur Schule zu gehen“, sagt die 18‑Jährige. Jauch hakt nach, mit welchem Notendurchschnitt sie das Gymnasium verlassen habe. „Leider nur 1,7. Aber ich habe nebenbei noch andere Dinge gemacht“, erklärt Upmann.
Hochbegabte WWM-Kandidatin studierte schon in der 7. Klasse
Was das alles ist, listet Jauch wenig später auf. „Schon in der Vorschule haben Sie Kurse für begabte Kinder besucht, dann waren Sie in einer Hochbegabtenklasse. Dann haben Sie die elfte Klasse übersprungen. Dann haben Sie Ihr Abi gemacht, sind aber jetzt schon im vierten Semester an der renommierten Ludwig-Maximilians-Universität. In der siebten Klasse haben Sie ein Vorstudium gemacht. Dann haben Sie den Bayerischen Jugendpreis, einen Aufsatzwettbewerb, dreimal gewonnen. Bei der Philosophie-Olympiade wurden Sie Landessiegerin. Sie haben im Bundestag hospitiert und den Bootsführerschein gemacht. Sie sind schon ziemlich schlau“, beendet Jauch seine Ausführungen. Tatsächlich hat seine Kandidatin einen IQ von 133 und gilt damit offiziell als hochbegabt.
Die Fragen bei „Wer wird Millionär?“ stellten Upmann trotzdem vor Herausforderungen. Das erste Mal strauchelt sie bei der 1.000-Euro-Hürde. Gesucht wird da die Antwort auf folgende Frage: „Bei welchem Land benötigt man zur Bezeichnung der Einwohnerinnen einen Umlaut – für die männlichen Einwohner hingegen nicht? A: Frankreich, B: Niederlande, C: Portugal, D: Bulgarien.“ Upmann liest den Satz mehrfach vor, überlegt, welche Umlaute es gibt, und fordert von Jauch Stift und Zettel ein, um ihre Gedanken zu notieren.
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Schon bei der 1.000-Euro-Frage strauchelt Maya Upmann: „Das ist so peinlich. Ich schäme mich“
„Das ist so peinlich. Ich schäme mich“, kommentiert sie ihren Auftritt. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis sich die Kandidatin für die korrekte Antwort, Frankreich, entscheidet. Stift und Zettel will sie danach behalten – falls sie noch etwas aufschreiben müsse. Das kommentiert Jauch mit den Worten: „Werden Sie halt Politesse. Da haben Sie immer was zu schreiben.“ Eine Bemerkung, die für große Erheiterung im Studio sorgt.
Auch bei den beiden folgenden Fragen hat Upmann die Antworten nicht sofort parat. Dafür denkt sie lautstark über die verschiedensten Themen nach, läuft durchs Studio und macht Jauch damit ganz nervös. „Jetzt wissen Sie mal, wie ich mich fühle und was in meinem Kopf los ist. Das ist schrecklich“, sagt die hochbegabte Frau.
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„Stein der Weisen” kostet WWM-Kandidatin 15.500 Euro
Schließlich schafft sie es bis zur entscheidenden 16.000-Euro-Frage. Die lautet: „Was befindet sich auf der zu Indien gehörenden North Sentinel Island, die vor Jahrzehnten zum Sperrgebiet erklärt wurde? A: isoliertes Volk, B: Virenbank der WHO, C: Goldreserven des UK, D: Stein der Weisen.“ Nach Einsatz des 50:50-Jokers bleiben noch die Optionen „isoliertes Volk“ und „Stein der Weisen“ stehen. Upmann ruft eine Nachbarin als Telefonjoker an, die zu „Stein der Weisen“ tendiert.
Die Kandidatin loggt die Antwort ein – doch sie ist falsch. Upmann fällt auf 500 Euro zurück und verpasst somit den Einzug ins Finale. „Sie waren eine der unterhaltsamsten Kandidatinnen in der Geschichte von ,Wer wird Millionär?‘. Das ist doch auch was“, versucht Jauch sie zu trösten. Upmann schwatzt dem Moderator noch seinen Stift ab. Den will sie nun gewinnbringend verkaufen. (vho)
Der Artikel erschien zuerst bei stern.de.




