Lilly rutscht wieder in die Bulimie Iris Mareike Steen fühlt mit GZSZ-Rolle mit! „Wünsche mir, dass sie sich helfen lässt!”

Bewegende Story bei GZSZ!
In der neuen GZSZ-Storyline erlebt Lilly Seefeld, gespielt von Iris Mareike Steen, nach vielen Jahren einen Rückfall in ihre Bulimie. „Gerade beim ersten Rückfall habe ich sehr intensiv an die ‚kleine Lilly‘ zurückgedacht. Der Kampf mit sich selbst und die dennoch vertrauten Abläufe – das hat auf jeden Fall etwas mit mir gemacht“, berichtet sie im Interview. Die Schauspielerin betont, wie wichtig es ist, das Thema verantwortungsvoll und realistisch darzustellen, und hebt hervor, dass Essstörungen nach langen stabilen Phasen besonders in extrem belastenden Situationen wieder auftreten können. Wie es jetzt für ihre Rolle weitergeht und wie sie selbst die Dreharbeiten bisher erlebt hat, erzählt sie im Video.

„Ich finde es großartig, dass wir das Thema wieder aufnehmen!”

Was macht deine Rolle Lilly gerade alles durch?

„Lilly hat wahnsinnig viele emotional sehr belastende Dinge durchgemacht in der letzten Zeit und sich zum Vergessen dieser komplett in die Arbeit gestürzt. In Form von Albträumen kommt aber alles immer wieder hoch und bringt sie extrem an ihre Grenzen. Sie kommt an einen Punkt, an dem sie nur noch funktioniert, und kurz darauf an einen, an dem selbst das nicht mehr möglich ist. Das sorgt dafür, dass alte Dämonen wieder hochkommen, und letztendlich wird sie nach vielen Jahren rückfällig – die Bulimie ist wieder da.”

Wie hast du reagiert, als du erfahren hast, dass das Thema Bulimie wieder aufgegriffen wird?

„Ganz ehrlich, ich finde es großartig, dass wir das Thema wieder aufnehmen. Essstörungen sind etwas, das immer relevant ist und worüber auch immer wieder geredet werden sollte, da es wahnsinnig viele Menschen betrifft. Ich finde es gut, dass nicht in Vergessenheit gerät, dass Lilly sehr stark mit einer Essstörung zu kämpfen hatte, und zu zeigen, dass so etwas gerade in Extremsituationen immer wieder hochkommen kann.”

Wenn du heute auf die Bulimie-Story von damals (2013) zurückblickst: Was geht dir zuerst durch den Kopf?

„Die vielen Nachrichten, die ich bekommen habe. Es hat mich sehr berührt, wie viele Menschen sich in dieser Story wiedergefunden haben, und erst recht, wie viele mir daraufhin geschrieben haben, dass sie sich Hilfe gesucht haben. Wenn durch unsere Geschichten Menschen vor Augen geführt wird, dass sie aus bestimmten Situationen alleine nicht mehr rauskommen und sie sich motiviert fühlen, sich jemandem anzuvertrauen, ist das natürlich extrem wertvoll.”

Lilly (Iris Mareike Steen) verzweifelte bereits 2013  an den Folgen, die ihre Bulimie nach sich zieht.
Lilly (Iris Mareike Steen) verzweifelte bereits 2013 an den Folgen, die ihre Bulimie nach sich zieht.
RTL / Rolf Baumgartner

Wie herausfordernd war es für dich damals, diese Geschichte zu spielen – und was ist heute anders?

„Gerade weil mir diese Geschichte so sehr am Herzen lag, habe ich mich extrem viel mit dem Thema auseinandergesetzt. Das habe ich natürlich alles immer noch vor Augen und im Kopf und kann darauf nun weiter aufbauen. Ich hoffe sehr, der Thematik gerecht zu werden.”

Lese-Tipp: So geriet Lilly 2013 bei GZSZ in die Bulimie

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Iris Mareike Steen ist manches bewusster geworden

Inwiefern hat sich dein eigener Blick auf das Thema Essstörungen in den letzten 15 Jahren verändert?

„Es ist und bleibt ein Thema, das viele Menschen betrifft und mit dem viele zu kämpfen haben – auf unterschiedlichste Arten und Weisen. Vielen sieht und merkt man es oft gar nicht unbedingt an, und das ist mir nun bewusster als vielleicht noch vor 15 Jahren.”

Mit welchem Gefühl gehst du jetzt an diese Story heran: eher mit Respekt oder auch mit Vorfreude?

„Ich habe riesengroßen Respekt vor der Story. Aber natürlich freut man sich als Schauspielerin immer darüber, intensive und herausfordernde Geschichten zu spielen. Es ist also definitiv eine Mischung aus beidem.”

Lilly (Iris Mareike Steen) erleidet eine Fressattacke.
Lilly (Iris Mareike Steen) erleidet 2026 erneut eine Fressattacke.
RTL

Gab es beim Dreh Momente, in denen alte Erinnerungen aus der ersten Storyline wieder hochkamen?

„Gerade beim ersten Rückfall habe ich natürlich sehr intensiv an die ,kleine Lilly’ zurückgedacht. Der Kampf mit sich selbst, die dennoch vertrauten Abläufe – das hat auf jeden Fall beim Dreh etwas gemacht mit mir.”

Wie intensiv hast du dich diesmal vorbereitet, auch im Austausch mit Experten – und mit wem kooperiert ihr?

„Wir haben bei der Recherche und Beratung wieder eng mit dem Berliner Verein „Dick & Dünn“ zusammengearbeitet, der uns auch damals schon beraten hat. Ich finde es wichtig, verschiedenste Sichtweisen und Situationen beleuchten zu können, gerade weil diese Erkrankung so erschreckend vielschichtig ist. Zur Ausstrahlung weisen wir auf das Hilfsangebot vom BIÖG hin, mit dem wir dazu kooperieren.”

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„Ich nehme diese Thematik sehr ernst!”

Gab es in deinem eigenen Umfeld Menschen, die von Essstörungen betroffen waren und die deinen Blick auf diese Geschichte geprägt haben?

„Absolut. Wie gesagt, es gibt unglaublich viele Arten von Essstörungen, und die meisten bleiben tatsächlich vom äußeren Umfeld weitestgehend unerkannt. Ich habe eine große Sensibilität dahingehend entwickelt und bin froh, wenn sich Betroffene mir gegenüber öffnen. Ich würde mich freuen, wenn sich mehr Menschen Hilfe suchen – die gibt es, und sie kann Leben retten.”

Welche Verantwortung spürst du als Schauspielerin, wenn du ein so sensibles gesellschaftliches Thema erzählst?

„Es ist mir wahnsinnig wichtig. Ich möchte das unbedingt so gut wie möglich machen, und wenn sich gegebenenfalls wieder Menschen in diesen Mustern erkennen und in Erwägung ziehen, sich helfen zu lassen, wäre das großartig. Ich nehme diese Thematik natürlich extrem ernst.”

Wie geht es für Lilly weiter – und was wünschst du ihr für ihre Zukunft?

„Lilly erkennt, dass sie wieder komplett in alte Muster verfällt. Inwiefern sie gewillt ist, sich diesen wieder zu stellen, ist eine andere Frage. Ich wünsche ihr, dass sie sich helfen lässt und langfristig wieder glücklich wird – aber bis dahin ist es natürlich ein langer und harter Weg, auf dem die Zuschauer:innen sie begleiten dürfen.”

Über das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)

Das BIÖG entwickelt bundesweit Strategien zur Gesundheitsförderung und Prävention. Ein Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung über psychische Gesundheit sowie der Unterstützung von Betroffenen und ihrem Umfeld im Bereich Essstörungen.

Informations- und Beratungsangebote des Bundesinstituts zu psychischer Gesundheit und Essstörungen:

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Verwendete Quellen: RTL