Auswandern mit GroßbaustelleGoodbye Deutschland: Kai kämpft in Kenia mit Baustress und Handwerkerfrust
Neuanfang am Indischen Ozean
Vor drei Jahren wanderte Kai Kron (60) nach Kenia aus – aus Liebe zu Emily, die nur halb so alt ist wie er. Inzwischen lebt das Paar mit Emilys Sohn Hope an der Küste in Malindi. Dort hat Kai mehrere Hektar Land gekauft, ein Haus bauen lassen und bereits die nächsten großen Pläne geschmiedet: Ein Hotel mit Restaurant soll folgen.
Ruhestand? Anders als gedacht

Während andere mit 60 gemütlich den Garten pflegen oder die nächste Kreuzfahrt planen, startet Gastronom Kai lieber ein XXL-Projekt direkt am Meer. Hausbau unter Palmen – inklusive tropischem Baustellenchaos.
Gemeinsam mit Emily verfolgt er einen Traum, den viele spätestens nach dem dritten Cocktail am Strand schon einmal hatten: ein eigenes Haus am Meer. Nach zweieinhalb Jahren Planung scheint das Ziel greifbar nah. Zumindest theoretisch.
Was fehlt noch? Fast alles!

Bei der Besichtigung des Hauses folgt allerdings die Ernüchterung: Kein funktionierender Wasseranschluss, keine fertigen Toiletten, ein halbfertiges Dach und weit und breit keine Möbel. Auch die Handwerker sorgen für zusätzlichen Stress. Termine werden eher locker interpretiert – sehr zum Leidwesen von Kai.
Für den temperamentvollen Auswanderer ist das eine echte Herausforderung. Am liebsten würde er regelmäßig explodieren, doch das hilft auf der Baustelle wenig weiter. Schließlich ist er weiterhin auf genau die Leute angewiesen, die irgendwann das Haus fertigstellen sollen. Also versucht Kai, ruhig zu bleiben – vermutlich die schwierigste Aufgabe des gesamten Projekts.
Zum Glück gibt es Emily. Während Kai innerlich schon mehrere Dächer abbrennen lässt, bleibt sie entspannt, vermittelt zwischen allen Beteiligten und verhandelt gleichzeitig knallhart bei den Handwerkern nach. Trotz Dauerstress betonen beide: Streit gibt es bei ihnen nicht. Vielleicht auch deshalb, weil ihre gesamte Energie aktuell in die Baustelle fließt.

































