Werden bezahlbare Wohnungen zur Mangelware?Wohnungsmangel in NRW – Land unterstützt mit Rekord-Fördergeld
Eine schöne und bezahlbare Wohnung zu finden ist für viele eine Daueraufgabe. Wie viel Wohnraum in NRW fehlt, zeigt eine Studie. Die Zahlen sind alarmierend! Gleichzeitig sagt NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU): Das Land stellt so viel Fördergeld bereit wie nie: Bis 2027 sind es zwölf Milliarden Euro.
Ministerin besucht Vorzeigeprojekt in Krefeld
Die meisten Menschen in Krefeld wollen vor allem eins: bezahlbare Mieten. Für die Landesregierung spielt aber auch klimafreundliches Wohnen eine Rolle. Rausgekommen ist unter anderem ein neu-modernisiertes Hochhaus in Krefeld. Seit Anfang 2026 ist es fertig saniert. Davon hat sich NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Mittwoch (26.08.) selbst ein Bild gemacht. Das Land fördert das Ganze mit knapp 5,94 Millionen Euro Steuergeld. Dafür gibt es bei dem umgebauten Hochhaus jetzt eine Photovoltaik-Anlage und eine Wärmepumpe. So sollen auch die Nebenkosten gesenkt werden. Doch seit dem Umbau ist die Miete auch um drei Euro pro Quadratmeter gestiegen und liegt jetzt bei 8,15 Euro. Platz ist jeweils für 32 Parteien. Voraussetzung: ein Wohnberechtigungsschein. Das Ziel des kommunalen Bauunternehmens ist es, Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten schaffen.
Wie läuft der „Bau-Turbo“?
Doch das ist aktuell gar nicht so leicht, denn die Baukosten sind gestiegen, es gibt Ressourcenengpässen und Störungen in den Lieferketten, so Sandra Altmann. Sie ist im Vorstand der Wohnstätte Krefeld Wohnungs-AG. So geht es vielen Bauunternehmen. Deshalb entstehen weniger neue Wohnungen. Dabei ist der Bedarf groß, hieß es bei einer Pressekonferenz in Berlin. Dort stellte das Pestel-Institut den „Bau-Monitor 2026“ vor - im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB). Laut der Studie fehlen in NRW rund 364.000 Wohnungen. Deutschlandweit sind es 1,35 Millionen. Das schade auch der Wirtschaft.
FDP fordert Baukostensenkung und Bürokratieabbau
Ralf Witzel von der NRW-FDP fordert deshalb günstigere Baukosten und weniger Bürokratie, denn die Baugenehmigungslaufzeiten seien zu lang. Das mache es unattraktiv in Wohnraum zu investieren, so der FDP-Mann. Gleichzeitig explodieren in vielen Städten auch die Mieten, wie beispielsweise in Düsseldorf oder Köln. Bezahlbares Wohnen ist für viele Menschen eher ein Luftschloss.































