Tiertelepathie in KölnTelepathische Tierkommunikation: Ein Gespräch zwischen Mensch und Tier

Melanie Franz bezeichnet ihre Fähigkeit als telepathische Interaktion mit Tieren. Sie behauptet, ihre eigenen Gedanken beiseitezulegen, um Botschaften der Tiere zu empfangen – und dass nur anhand eines Fotos. In einem aktuellen Fall spricht sie mit Cheppy, einem 12-jährigen Mischlingshund. Cheppys Besitzerin, Daniela Odenthal, hat Bedenken wegen des Gesundheitszustands ihres Hundes und möchte wissen, wie sie ihn weiter unterstützen kann.

Wie geht es ihm gesundheitlich?

Daniela Odenthal sorgt sich um Cheppy, da der Hund mittlerweile im höheren Alter ist. „Was ich wissen wollte, ist, wie es ihm gesundheitlich geht, was ich noch tun kann, um ihn zu unterstützen und ob er noch etwas braucht“, erklärt sie. Bei jeder tierischen „Sitzung“ beginnt Melanie Franz mit einem sogenannten „Bodyscan“. Bei dem versetze sie sich in den Körper des Tieres hinein. Sie behauptet, dadurch Schmerzen, Blockaden oder Verspannungen sowie Probleme mit Organen wahrnehmen zu können. Dabei geht sie stets behutsam vor und fragt vorab, ob der Hundebesitzer mit dem Bodyscan einverstanden ist.

Die Reise zur Tierkommunikation

Die 55-jährige Kölnerin hat im vergangenen Jahr eine Ausbildung zur Tierkommunikatorin abgeschlossen. Dann hat sie ihre eigene Praxis eröffnet. Die Inspiration, mit Tieren zu sprechen, kam durch ihren eigenen Hund, einen Boxer namens „Bulli“, der früh krank wurde. „Wir haben alles versucht, doch irgendwann standen wir an einem Punkt, an dem wir nicht weiterwussten. Ich wollte unbedingt wissen, was er dazu sagt“, erzählt sie. Bulli gab damals die Antwort, dass sie sich nicht so viele Sorgen machen solle – das würde ihn belasten.

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Kritik aus der Fachwelt

Sebastian Sarter, Tierarzt aus Kerpen, äußert Bedenken gegenüber solchen telepathischen Gesprächen. „Ich würde dringend empfehlen, bei ernsthaften Symptomen sofort einen Tierarzt aufzusuchen. Leider gab es in unserer Praxis auch schon Fälle, in denen ähnliche Dienstleistungen in Anspruch genommen wurden, was für das Tier teils schädlich war“, warnt er. Melanie Franz betont jedoch, dass sie keine Diagnosen stellt und im Ernstfall auf die fachliche Betreuung des Tierarztes verweist.

Tierkommunikation für den Seelenfrieden

Trotz der kritischen Stimmen hat sich die Praxis von Melanie Franz etabliert. Für eine Stunde Tierkommunikation verlangt sie 125 Euro. Sie sieht sich nicht als Ersatz für den Tierarzt, sondern als eine Möglichkeit, die emotionale Verbindung zwischen Haustier und Besitzer zu stärken. So könne er mehr über die Bedürfnisse der Tiere erfahren. Wer also wissen möchte, was sein tierischer Begleiter zu sagen hat, kann sich auf einen „Plausch“ in ihrer Praxis freuen.

Ob diese Methode für alle Tierbesitzer geeignet ist, bleibt fraglich. Doch für diejenigen, die an die telepathische Kommunikation glauben, könnte sie eine neue Form der Verbindung zu ihren Tieren darstellen.