„Fremdgegenstände“ am StraßenrandRund 20 Jahre alte Blumenkästen sollen plötzlich weg - Dorf wehrt sich
In Brilon-Wald hängen sie seit rund 20 Jahren: Blumenkästen an den Geländern entlang der B251. Für viele Anwohner sind sie Teil des Ortsbildes. Für den Landesbetrieb Straßen NRW sind sie hingegen „Fremdgegenstände“ an einer Verkehrsanlage des Landes. Was jahrzehntelang kein Problem war, ist nun zum Verwaltungsfall geworden.
Kästen sollen weg
Insgesamt 25 Blumenkästen schmücken ein Dorf im Hochsauerlandkreis. Entlang der Bundesstraße 251 in Brilon im Stadtteil Wald. Und das schon seit rund zwei Jahrzehnten. Damals angebracht von der Dorfgemeinschaft. Halt was Schönes fürs Stadtbild. Je nach Jahreszeit werden die von den Anwohnern bepflanzt. Sind damit ein fester Bestandteil im Ort. Doch ganz unverblümt hieß es auf einmal: Die Kästen sollen weg. Das kam auch für den Bürgermeister unerwartet.
Zufallsfund bei Kontrolle?
Erst bei einem Routine-Check vom Landesbetrieb Straßen.NRW sind die Kästen plötzlich aufgefallen. Rund 20 Jahre blieben sie anscheinend komplett unbemerkt von der Behörde. Aber der passt die blumige Deko heute so gar nicht mehr in den Topf. Das lässt die Dorfgemeinschaft nicht auf sich sitzen. Gemeinsam mit der Stadt Brilon setzt sie sich für die Deko am Straßenrand ein.
Sondererlaubnis für Blumenkästen
Schließlich werden sich die Behörden doch noch einig. Die Stadt Brilon soll tatsächlich eine Sondernutzungserlaubnis von Straßen.NRW bekommen. Die Verkehrssicherungspflicht würde dann bei der Stadt liegen. Wenn dann also doch irgendwas wegen der gefährlichen Kästen passiert, wäre es nicht die Schuld von Straßen.NRW. Der Entwurf liegt zwar noch nicht vor. Aber: Damit dürfen die Dinger dann wohl doch noch weiter abhängen.


































