„Tag des Fetischs“Lack, Leder, Latex – Escort aus Düsseldorf spricht über die Vorlieben ihrer Kunden
High Heels, Handschellen oder ganz spezielle Vorlieben. Am Freitag (16.01.) ist „Tag des Fetischs“. Ein Thema, über das meist nicht so offen gesprochen wird. Eine Escort aus Düsseldorf nimmt aber kein Blatt vor den Mund.
Drei Stunden mit Emilia kosten 1.100 Euro
Lack, Leder, Latex - das ist die Welt von Emilia Schneider. Die Düsseldorferin ist Fetisch-Escort. Ihren richtigen Namen möchte sie nicht verraten. „Ich muss mich verstecken, weil sobald ich es irgendjemandem erzähle, ist das Risiko nun mal sehr hoch, dass mit dem Finger auf mich gezeigt wird“, sagt Emilia. Seit rund fünf Jahren geht die Domina auf die individuellen Vorlieben ihrer Kunden ein. Sie hilft ihnen, ihre Fantasien auszuleben – gegen Bezahlung. Drei Stunden mit ihr kosten 1.100 Euro. Anfangs hatte sie selbst Vorurteile, aber ihre Neugier war größer.
Ihre Familie weiß nichts von ihrer Nebentätigkeit
Die ersten Jahre führte Emilia ein Doppelleben. Mittlerweile hat sie ihren Freunden von ihrer Nebentätigkeit erzählt. Ihre Familie weiß nach wie vor nichts davon. Zu groß ist die Angst, abgestempelt zu werden, denn in der Gesellschaft hat es die Branche immer noch schwer, so Emilia: „Wir zahlen auch alle Steuern wie jeder andere auch, aber man hat leider ganz oft das Gefühl, wir sind die Betaversion der Gesellschaft.“
Escort bedient viele Fetische
Dabei ist das Thema weiterverbreitet als es auf den ersten Blick scheint. Zu Emilias Kunden zählen Manager, Geschäftsführer, Familienväter – von Anfang 20 bis 65 aufwärts. Das Aussehen spielt für die Escort-Dame keine Rolle. Für sie sind alle gleich. Alle wollen eins: den Kopf ausschalten, Kontrolle und Verantwortung abgeben. Die Liste der Fetische ist lang. Am weitesten verbreitet ist der Fußfetisch, egal ob nackt oder in Nylonstrümpfen. Für Emilia nichts Besonderes mehr. Sie erfüllt oft deutlich speziellere Wünsche, wie den „Friseur-Fetisch“, den „Food-Fetisch“ oder den „Kitzel-Fetisch“. Auch Rollenspiele gehören dazu, unter anderem „Pet Play“. Dabei spielen die Fetischisten Tiere, wie Hunde, Pferde oder Schweine. So wollen sie auch behandelt werden. Oft geht es dabei um Nähe, Unterwerfung und Machtspiele. Definiert wird ein Fetisch als eine Neigung, bei der bestimmte Objekte, Geräusche, Materialien oder Handlungen sexuelle Erregung auslösen. Schätzungen zufolge hat etwa jeder sechste Mensch einen Fetisch. Konkrete Zahlen gibt es aber nicht. Wie genau er entsteht, ist in der Sexualwissenschaft bis heute nicht abschließend geklärt.
Für Emilia ist es der beste Nebenjob der Welt
Übrigens: Die Düsseldorferin schläft nicht zwingend mit ihren Kunden. Im vergangenen Jahr kam es gar nicht dazu. Ein Happy End gibt es trotzdem. Schlechte Erfahrungen hat die Domina bisher noch nie gemacht. Sie verlässt sich auf ihr Bauchgefühl und nimmt im Zweifel den Kunden nicht an. Für sie ist und bleibt es der beste Nebenjob der Welt. Lack, Leder, Latex - das ist die Welt von Emilia Schneider.


































