Schaden geht in die TausendeKupfer ist beliebt – immer öfter wird das Metall geklaut
Kupfer verschwindet immer öfter. Zurück bleibt ein Schaden in vierstelliger Höhe - und die Frage, warum das Metall plötzlich so begehrt ist.
Diebstahl in Rösrath
In Rösrath (Rheinisch-Bergischer-Kreis) haben Kupferdiebe zugeschlagen - nicht an einer Bahnstrecke, sondern an Ladesäulen für E-Autos und in einer Nacht- und Nebelaktion auf einem öffentlichen Parkplatz. Geklaut wurden Ladekabel samt Verlängerung - fein säuberlich abgetrennt. Für den die Stadtwerke Rösrath ist das aber nicht nur ein Diebstahl. Möglicherweise war es ein politisch motivierter Anschlag. „Das Kabel ist weg, es ist entwendet worden“, sagt Christoph Schmidt, Vorstand der Stadtwerke Rösrath. „Von daher gehen wir schon mal davon aus, dass es um den Wert ging. Der ist tatsächlich allerdings nur recht gering für denjenigen der es dann mitgenommen hat. Wir glauben, oder können durchaus vermuten, dass es aber auch mit dem Thema ‚E-Mobilität-Gegner‘ zu tun hat.”
Auch nahegelegener Baumarkt betroffen
Auch auf dem Parkplatz eines Baumarktes, nur etwas über einen Kilometer entfernt, wurden die Kabel abgeschnitten. Von den vier nagelneuen Ladesäulen sind drei außer Betrieb. Kupferklau ist ein bundesweites Problem. Oft sind Kabelanlagen der Deutschen Bahn betroffen - so wie in den vergangenen Tagen erst in Kaarst (Rhein-Kreis Neuss). Das liegt wohl auch daran, dass der Kupferpreis in den vergangenen Monaten stark gestiegen ist. Von acht auf rund zwölf Euro pro Kilo.
Viele E-Auto-Ladesäulen weiterhin außer Betrieb
In Rösrath sind momentan insgesamt vier Ladesäulen außer Betrieb. Bei denen ist die Beute eher klein. Aber der Schaden ist hoch und der Ärger groß. So lange müssen die E-Autofahrer sich eine andere Elektro-Tankstelle suchen. Die Polizei ermittelt. Eine Spur gibt es bisher nicht - und auch keinen Hinweis auf ein politisches Motiv.


































