Täter nur schwer zu fassenHacker auf dem Vormarsch - Bundeslagebild Cybercrime in Berlin vorgestellt
Cyberkriminalität nimmt weiter zu – auch in Nordrhein-Westfalen. Ein Beispiel ist der Angriff auf die Stadtverwaltung in Heinsberg Anfang des Jahres, bei dem zentrale Systeme tagelang ausfielen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat am Dienstag (12.05.) in Berlin das Bundeslagebild Cybercrime vorgestellt: Angriffe mit Ransomware, Phishing und Malware zählen inzwischen zu den größten Sicherheitsrisiken.
Hohe Fallzahlen und Schäden
Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt - daher immer wieder Ziel von Cyberangriffen. Vergangenes Jahr sind etwa 334.000 Cybercrime Fälle registriert worden. 2024 etwa 333.000. Besonders Angriffe auf Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen nehmen zu. Der wirtschaftliche Schaden durch Hacker: rund 202 Milliarden Euro. 2024 waren es rund 179 Milliarden. Auch sogenannte Ransomware-Angriffe haben weiter zugenommen: 2025 registrierten die Behörden rund 1.040 Fälle, 2024 waren es noch etwa 950. Dabei schleusen Täter Schadsoftware in Computersysteme ein, verschlüsseln Daten und verlangen anschließend Lösegeld für die Freigabe.
Einen solchen Angriff hat auch die Südwestfalen IT mit Sitz in Hemer vor drei Jahren zu spüren bekommen. Mehr als 70 Kommunen mussten vor Weihnachten in den Notbetrieb - Rathäuser und Ämter waren lahmgelegt, mehr als 1,5 Millionen Menschen betroffen. Laut Untersuchungsberichten ist die Hackergruppe „Akira“ dafür verantwortlich. Doch die Fahndung nach den Tätern blieb ohne Ergebnis.
Täter schwer zu fassen
Die Aufklärung bleibt schwierig: Täter sitzen oft im Ausland, die Quote liegt bei nur etwa 30 Prozent. Selbst große Behörden wie die Bundesagentur für Arbeit geraten ins Visier. Gründe sind laut Ermittlern rechtliche Hürden, technische Grenzen und fehlende internationale Kooperation.

































