Ärger mit der Stadt BochumSeniorin (81) soll ihr Haus wieder abreißen
Eine 81-jährige Seniorin soll ihr Mehrfamilienhaus wieder abreißen. Grund ist wohl ein Nachbarschaftsstreit.
Stadt fordert Abriss
Seit 2016 hat Irmhild Stuckmann davon geträumt, ein Mehrfamilienhaus zu bauen und es irgendwann ihren Kindern zu vererben. Doch dann bekam sie Post vom Bauordnungsamt der Stadt Bochum. In dem Schreiben forderte man die Rentnerin dazu auf, ihr neues Haus abzureißen, denn es habe keine gültige Baugenehmigung mehr. Sie müsse erneuert werden, aber das Geld der Rentnerin wird langsam knapp. Sie finanziert ihr Projekt durch Ersparnisse und ein Darlehen. Deshalb will sie auf einen neuen Bauantrag verzichten.
Auslöser ist ein Nachbarschaftsstreit
2020 hatte die Rentnerin von der Stadt eine Genehmigung bekommen, der Bau begann 2021. Doch dann klagte ein Nachbar dagegen und gewann den Prozess im August 2023. Das Gericht sah kein Problem beim Haus an sich, sondern bei den geplanten Stellplätzen im Hinterhof. Wenn dort Autotüren zugeschlagen würden, stelle das eine Lärmbelästigung für den Nachbarn dar. Deshalb wurde die bisherige Baugenehmigung aufgehoben. Irmhild Stuckmann muss einen neuen Antrag stellen - ohne den ist ihr Haus illegal, sagt die Stadt Bochum, und fordert den Abriss.
Baugenehmigungen behalten Gültigkeit
Eine Baugenehmigung wird immer unter dem Vorbehalt Rechte Dritter erteilt. Das heißt, sie kann ihre Gültigkeit zwar nicht verlieren, aber es kann Klage gegen sie eingereicht werden. Ist so eine Klage erfolgreich, muss sie geändert werden. So ist es auch bei Irmhild Stuckmann der Fall.


































