Fünf Tiere sind gestorbenTödliche Vogelgrippe im Weltvogelpark Walsrode ausgebrochen!

Ein „Worst-Case-Szenario” für den Vogelpark Walsrode.
In einer Meeresvögel-Voliere ist die gefährliche Vogelgrippe ausgebrochen. Fünf Tiere sind an der Krankheit gestorben, weitere müssen eingeschläfert werden. Jetzt setzt der Park alles daran, eine Ausbreitung zu verhindern und seine Tiere zu schützen.
Ausbruch kommt völlig unerwartet
Von einem auf den anderen Tag sterben plötzlich fünf Enten und Gänse im Vogelpark Walsrode, ohne irgendwelche Anzeichen. Untersuchungen durch das Veterinäruntersuchungsinstitut Oldenburg am 17. Februar bestätigen den Verdacht: Vogelgrippe. Die Sorge vor der gefährlichen Krankheit schwingt im Park eigentlich immer mit. Trotzdem ist der Ausbruch für alle ein Schock. „Ich glaube, dass wir alle zu diesem Zeitpunkt im Jahr denken, wenn die Fallzahlen rückläufig sind, dass man dann gut davongekommen ist. Das es jetzt im Februar dann doch soweit kommt, ist verheerend”, erzählt die Sprecherin des Vogelparks, Janina Ehrhardt, im RTL-Interview.
Lese-Tipp: Schon 500.000 Vögel getötet – Werden jetzt Eier teurer und Gänse knapp?
Der Befund wird einen Tag später am 18. Februar vom Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigt. Betroffen ist die Meeresenten-Anlage. Eigentlich wurde für alle Vögel wegen der hohen Vogelgrippe-Fallzahlen von Anfang November bis zum 15. Januar im Heidekreis eine Stallpflicht angeordnet. Aber weil sich Vögel dieser Art schlecht Aufstallen lassen entscheidet sich der Vogelpark zusammen mit dem Veterinäramt gegen den Stall: „Wir gehen jetzt davon aus, dass das Virus durch die Wildvogelpopulation erfolgt ist”, berichtet Ehrhardt im Gespräch mit RTL.
Video-Tipp: Der Schock sitzt tief!
Vogelpark hält Schlimmeres ab
Die - trotz aller Tragik - beruhigende Nachricht: Es ist nur eine, separate Meeresvögel-Voliere betroffen. Einzelne weitere besonders schützendwerte Vögel aus der Voliere werden nun untersucht, der Rest ist eingeschläfert worden. Bei Vogelgrippen-Ausbrüchen in Zoos kann eine sogenannte Schutz- oder Sperrzone eingerichtet werden. In diesem Fall haben die Behörden nach einer Risikoabwägung aber darauf verzichtet. Für Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter in der Umgebung bedeutet das: Es gibt erstmal keine Einschränkungen.

Der Weltvogelpark Walsrode hat einen eigenen Notfallplan, wie Janina Ehrhardt erklärt: „Wir haben eine eigene Tierärztin im Haus. Der Plan ist von ihr mit aufgesetzt und wird immer aktualisiert, sodass wir den sofort in Kraft treten lassen können.” So wie jetzt. Keine externen Personen kommen ohne Autorisierung auf das Gelände, nicht notwendige Lieferanten dürfen den Park nicht betreten. Dank der Maßnahmen kann Schlimmeres erstmal verhindert werden. Die restlichen Tiere bleiben in Sicherheit.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, Landkreis Heidepark

































