Vogelschlag direkt nach AbflugSchon wieder muss eine Maschine in Hamburg den Flug abbrechen!

Eine Eurowings-Maschine vom Typ Airbus A320.
Eine Eurowings-Maschine vom Typ Airbus A320.
imago images / Aviation-Stock

Dritte Sicherheitslandung innerhalb von nur einem Monat!
Ein Eurowings-Flugzeug startet und muss direkt wieder umkehren.

Auf dem Weg nach Stockholm

Es ist Freitagmorgen (17. Juli), kurz vor 6 Uhr am Hamburger Flughafen. Der Eurowings-Flug EW 4679 fährt aufs Rollfeld und startet durch. Kurz nach dem Start kommt es zu einem folgenschweren Vorfall: Einem Vogelschlag an einem Triebwerk und am Fahrwerk des Airbus A320. Janis Kliesch von Eurowings dazu auf RTL-Anfrage: „Sowohl für die Fluggäste als auch für die Crew bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr, das Flugzeug ist normal gelandet und die Passagiere konnten das Flugzeug normal verlassen.”

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Laut Janet Niemeyer vom Flughafen Hamburg können alle Passagiere nach dem Vorfall in ein neues Flugzeug umsteigen. Mit zweistündiger Verspätung startet dieses dann durch, diesmal ohne Vogelschlag. Die Maschine landet gegen 9.17 Uhr in Stockholm, knapp zwei Stunden später als geplant.
Es ist bereits die dritte Sicherheitslandung auf dem Hamburger Flughafen in diesem Monat: Erst am 6. Juli musste ein Easyjet-Flieger von Kopenhagen nach Amsterdam aus Sicherheitsgründen zwischenlanden. Schon am 3. Juli landete eine Maschine der Airline Norwegian zwischen, hier war es zu einem Druckverlust gekommen. Nun also ein Vogelschlag, deutschlandweit ist das keine Seltenheit.

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Vogelschlag: Das sagen die Statisiken

Der Deutsche Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr (DAVVL) verzeichnet mindestens 1779 Fälle von Vogelschlägen für das Jahr 2024. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO gibt an, dass schätzungsweise 90 Prozent aller Vogelschlag-Fälle beim Start- oder Landeprozess sowie beim Rollen auf den Start- und Landebahnen passieren – also in Flughafennähe. Alle Flugzeugteile, die in Flugrichtung ausgerichtet sind, sind besonders gefährdete Bereiche. Am häufigsten betroffen von Vogelschlägen sind Nase, Cockpit, Flügel und Triebwerke des Flugzeugs. Die Triebwerke gelten als schwächste Teile. Dennoch sind die Flugzeugtriebwerke auf hohe Belastungen ausgelegt und auch an den Flughäfen selbst wird vieles getan, um Vogelschläge zu vermeiden. In Hamburg lässt man das Gras rund um die Start- und Landebahnen bewusst länger stehen, damit Vögel dort weniger Nahrung finden, sich unsicher fühlen und den Flughafen als Ruheplatz meiden.

Quellen: RTL Eigenrecherche