Auf dem Weg zum Spielplatz!33-Jähriger soll seine Ex-Partnerin ermordet haben - jetzt steht er vor Gericht

Mit acht Stichen soll ein 33-Jähriger seine Ex-Partnerin und Mutter einer gemeinsamen Tochter getötet haben.
Mit acht Stichen soll ein 33-Jähriger seine Ex-Partnerin und Mutter einer gemeinsamen Tochter getötet haben.
RTL Nord
von Christo Tatje und Florent Gallet

Heimtückischer Mord?
Eine Mutter und ihre Kinder gehen zu einem Spielplatz. Plötzlich soll sie ein vermummter Mann von hinten attackiert haben. Acht Mal soll er mit einem Messer auf seine Ex-Partnerin eingestochen haben. Sie stirbt noch am Tatort, einen Tag vor ihrem 31. Geburtstag. Seit Montag (13. April) muss sich der mutmaßliche Täter vor Gericht verantworten.

Brutaler Messerangriff in Bremen

Der Angriff soll sich im Oktober 2025 im Bremer Stadtteil Kattenturm ereignet haben. Die dreifache Mutter war damals mit ihrer zweijährigen Tochter und ihrem zwölfjährigen Sohn aus anderer Beziehung unterwegs. Der Messerstecher habe zuerst die Mutter umgebracht und dann dem Sohn die Waffe in den Rücken gerammt, so die Überzeugung der Staatsanwaltschaft. Der mutmaßliche Täter: Der Ex-Partner der Mutter. Wenige Tage später nimmt die Polizei den Mann fest, die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord und gefährliche Körperverletzung vor.

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Handelt es sich bei dem 33-Jährigen tatsächlich um den Täter und wenn ja, was hat ihn zu dieser Bluttat getrieben? Das soll das Verfahren vor dem Landgericht Bremen klären. „Als Motiv kommt hier möglicherweise ein Sorgerechtsstreit zwischen dem Angeklagten und dem Opfer in Betracht.”, so Gerichtssprecher Jan Stegemann im RTL-Interview. Der Angeklagte ist der leibliche Vater des zweijährigen Kindes der Toten. Bei Prozessbeginn am Montag (13.04.) sagen die Polizisten aus, die bei der Tat als Erste vor Ort waren. „Ich habe das Bild noch vor Augen”, erzählt einer der Beamten bei der Verhandlung, er ist immer noch sichtlich gezeichnet von dem Anblick der toten Mutter: „Ich habe sie angeschaut und direkt gedacht, sie ist tot.“

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Zwölfjähriger meint Täter direkt zu erkennen

Genau im Kopf geblieben ist den Polizisten auch die Reaktion des zwölfjährigen Sohnes der Toten. „Er stand deutlich im Eindruck des Geschehens – kreideblass”, erzählt ein weiterer Beamter vor Gericht. Auch wenn der Täter vermummt gewesen sei: Das Kind sei sich direkt sicher gewesen, um wen es sich handelt. „Er hat immer wieder deutlich erwähnt, dass es der Ex-Partner gewesen sei“, so der Polizist: „Er hat ihn an den Augen erkannt.”

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Zudem habe der Zwölfjährige noch am Tatort erzählt, dass es viele Streitigkeiten zwischen seiner Mutter und dem jetzt Angeklagten gegeben habe – der Mann sei ein Narzisst. Noch gilt die Unschuldsvermutung. Sollten sich die Vorwürfe gegen den 33-Jährigen aber bestätigen und er voll schuldfähig sein, dann droht ihm eine lebenslange Haft.

Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche