Neuer Therapieansatz! LED-Licht vernichtet bis zu 92 Prozent der Tumorzellen

Krebszellen im Hitzeschock!
Was nach Science-Fiction klingt, nimmt im Labor konkrete Formen an. Forschende aus Texas und Portugal zeigen: Gewöhnliche LEDs können in Kombination mit winzigen Zinn-Flocken Tumorzellen in nur 30 Minuten fast vollständig zerstören – gesunde Zellen bleiben dabei verschont.
Methode könnte billiger als Chemotherapie sein
Im Zentrum steht ein einfaches Setup: nah-infrarotes LED-Licht trifft auf extrem dünne Zinnoxid-Flocken. Diese Nanoflocken erhitzen sich lokal so stark, dass bis zu 92 Prozent der Hautkrebszellen und etwa die Hälfte der Darmkrebszellen absterben, während gesunde Zellen unbeschädigt bleiben. Die verwendeten LEDs arbeiten mit einer Wellenlänge von 810 Nanometern – also Licht, wie es auch in Alltagsgeräten steckt.
Statt teurer Laser kommen günstige, handelsübliche LEDs zum Einsatz. Dadurch wirkt die Methode nicht nur schonender als Chemo- oder Strahlentherapie, sondern könnte langfristig auch deutlich kostengünstiger sein. Die Materialien zeigen sich im Labor stabil und verlieren ihre Wirkung auch nach mehreren Bestrahlungszyklen nicht.
Video-Tipp: Damit ihr krebskranker Enkel überlebt! Oma (81) zockt Computerspiel
Anzeige:Weg in die reguläre Versorgung ist noch lang
Noch steckt die Technologie in den Anfängen: Bislang gibt es nur Zellversuche, klinische Studien stehen aus. Trotzdem denken die Teams bereits weiter – etwa an Implantate nach Brustkrebs-OPs oder an tragbare Geräte, die verbliebene Hautkrebszellen „wegleuchten”.
Lese-Tipp: Ist Krebs bald nicht mehr tödlich? Das sagt der Experte
Ob sich diese Vision erfüllt, muss sich erst zeigen. Doch die Richtung ist klar: Krebsbehandlungen könnten in Zukunft gezielter, sanfter und alltagstauglicher werden. (lmi)



