Katastrophe bei CordobaZugunglück in Spanien gibt Rätsel auf – mindestens 39 Tote
Bahnunglück erschüttert ganz Spanien!
Bei einem schweren Eisenbahnunglück sind in Andalusien im Süden des Landes mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 70 Menschen werden verletzt, rund 24 davon schwer. Regionalpräsident Juanma Moreno schloss in den frühen Morgenstunden nicht aus, dass sich noch weitere Tote unter den Trümmern befinden.
Weitere Opfer unter den Trümmern
Der Unfall ereignete sich am Sonntag unweit der Gemeinde Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba gegen 19.40 Uhr, wie die spanische Bahngesellschaft Renfe mitteilte. Ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia auf dem Weg von Málaga nach Madrid sei entgleist und in das benachbarte Gleis geraten. Ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug von Renfe sei daraufhin ebenfalls entgleist.
Lese-Tipp: Schweres Zugunglück – Zug rast ungebremst in Baukran
Nach dem Unglück war zunächst von 21 Toten und 30 Schwerverletzten die Rede, diese Zahl wurde in der Nacht korrigiert. Demnach sollen mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen sein. Unter den Todesopfern ist den amtlichen Angaben zufolge einer der Lokführer.
Insgesamt werden mehr als 70 Menschen verletzt. 24 davon seien schwer verletzt worden, unter ihnen sollen laut EFE auch vier Minderjährigen sein. Regionalpräsident Juanma Moreno. Er schloss nicht aus, dass in den „Trümmerhaufen aus Metall” weitere Leichen liegen könnten. Die Rettungs- und Räumungsarbeiten würden die ganze Nacht fortgesetzt.

Zugunglück in Spanien: „Es hat sich angefühlt wie ein Erdbeben”
Zahlreiche Fahrgäste waren demnach noch Stunden nach dem Unfall in den Zügen eingeschlossen. Ein Journalist, der in einem der beiden Züge saß, berichtete laut El Pais: „Es hat sich angefühlt wie ein Erdbeben.“ „Der Aufprall war so heftig, dass die beiden vorderen Wagen des Renfe-Zuges infolgedessen aus den Gleisen geschleudert wurden“, meinte Verkehrsminister Óscar Puente. Diese Waggons stürzten eine vier Meter hohe Böschung hinunter und wurden weitgehend zerstört.
Lese-Tipp: Bahn rammt Linienbus – Toter und viele Verletzte in Hamburg
Der Iryo-Zug war mit mehr als 300 Menschen an Bord von Málaga nach Madrid unterwegs, der in Madrid gestartete Renfe-Zug fuhr mit rund 200 Passagieren nach Huelva. Der Verkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Madrid und Andalusien wurde laut Renfe mindestens bis einschließlich diesem Montag unterbrochen. Die Ursache des Unfalls blieb zunächst unklar und gibt Experten Rätsel auf. Die Strecke sei gerade, der Zug noch neu und ein Sicherheitssystem hätte einen solchen Unfall verhindern müssen, heißt es.
Trauer in Spanien und über das Land hinaus
„Die Regierung arbeitet gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Rettungsdiensten daran, den Fahrgästen zu helfen”, schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf der Plattform X. „Heute ist eine Nacht tiefen Schmerzes für unser Land”, schrieb er weiter.
Lese-Tipp: Zug erfasst Krankentransport – Patientin tot
Neben dem Königshaus in Madrid und vielen anderen sprach auch die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den Familien und Angehörigen der Opfer sowie dem spanischen Volk ihr Beileid aus. „In dieser Nacht seid ihr in meinen Gedanken”, schrieb sie auf X auf Spanisch. (tbe/ rsa)
Verwendete Quelle: dpa, El Pais
































