Katastrophe bei CordobaMindestens 21 Tote bei Zugunglück in Spanien

Bei einem schweren Eisenbahnunglück sind im Süden Spaniens mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem gebe es rund 30 Schwerverletzte, teilte Verkehrsminister Óscar Puente mit. Es handele sich um eine vorläufige Bilanz, betonte er.
Zugunglück in Spanien: „Es hat sich angefühlt wie ein Erdbeben”
Der Unfall ereignete sich am Sonntag unweit der Gemeinde Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba gegen 19.40 Uhr, wie die spanische Bahngesellschaft Renfe mitteilte. Ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia auf dem Weg von Málaga nach Madrid sei entgleist und in das benachbarte Gleis geraten. Ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug von Renfe sei daraufhin ebenfalls entgleist.
Unter den Todesopfern ist den amtlichen Angaben zufolge einer der Lokführer. Zahlreiche Fahrgäste waren demnach noch Stunden nach dem Unfall in den Zügen eingeschlossen. Die Rettungseinsätze seien aber kurz nach Mitternacht beendet worden, sagte einer der Helfer dem Sender RTVE.Ein Journalist, der in einem der beiden Züge saß, berichtete laut El Pais: „Es hat sich angefühlt wie ein Erdbeben.”

Der Verkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Madrid und Andalusien wurde laut Renfe mindestens bis einschließlich diesen Montag unterbrochen. Die Ursache des Unfalls blieb zunächst unklar.
„Die Regierung arbeitet gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Rettungsdiensten daran, den Fahrgästen zu helfen”, schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf der Plattform X. (tbe/ rsa)
Verwendete Quelle: dpa, El Pais


