Sensationsfund in SachsenGoldfund könnte Gemeinde Bannewitz viel Geld bringen

Im vergangenen Jahr findet in Sachsen ein Klärwärter beim Rasenmähen zehn Goldbarren. Der Eigentümer ist bis heute nicht ermittelt. In Kürze könnte die Gemeinde Bannewitz von dem Fund profitieren.
Ein Goldfund könnte einer Gemeinde in Sachsen mehrere Zehntausend Euro bescheren. Ein Klärwärter des Abwasserbetriebes im südlich von Dresden gelegenen Bannewitz hatte im Oktober beim Rasenmähen kleine Goldbarren entdeckt, wie Bürgermeister Heiko Wersig sagte. Der Mann meldete die Entdeckung, daraufhin fand das Ordnungsamt an einem Regenrückhaltebecken zehn Barren je einer Unze.
„Wir haben die Polizei hinzugezogen, damit wir sicher sind, dass es nicht aus einer Straftat heraus abgelegt oder verloren wurde“, erzählte Wersig. Das war laut Angaben eines Polizeisprechers nicht der Fall. Die Barren ließen sich keinem Verbrechen zuordnen. Auch einen Eigentümer machten die Ermittler nicht aus. Gut ein Dutzend privater Hinweise, unter anderem auch aus Hamburg, ging ein. Niemand konnte jedoch anhand der Seriennummer nachweisen, rechtmäßiger Eigentümer zu sein.
Am 17. April läuft nun die laut Gesetz sechsmonatige Frist für Fundsachen ab. Wenn sich bis dahin niemand meldet, dem das Gold nachweisbar gehört, soll es nach Plänen der Gemeinde örtlichen Vereinen zugutekommen. „Wir sind gerade mit dem Gemeinderat dabei, eine Vereinsförderungsrichtlinie für unsere Kommune zu erarbeiten und wollen gerne das Geld sozusagen als Startkapital dafür verwenden“, sagte Wersig. Man wolle den Ehrenamtlichen, die sich etwa beim Sport, in der Musik oder für Senioren engagieren, etwas zurückgeben.
Laut tagesaktuellem Kurs sind die 10 Unzen fast 40.000 Euro wert. Aktuell befindet sich der kleine Goldschatz noch bei der Polizei. Am 17. April will die Gemeinde es dort abholen.
Verwendete Quellen: jpe/dpa


