Dank FischernWunder in Malaysia: Vermisste Wanderin nach zwei Wochen gerettet!

(201030) -- KUALA LUMPUR, Oct. 30, 2020 (Xinhua) -- Photo taken on Oct. 29, 2020 shows the agarwood plantation of Gaharu Tea Valley in Gopeng, Perak, Malaysia. TO GO WITH Spotlight: CIIE boost confidence of Malaysian company's confidence in Chinese market (Xinhua/Zhu Wei)
Die Wanderin Jaslinda berichtete, dass sie immer wieder im Kreis lief.
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Auf einer anspruchsvollen Bergwanderung in Malaysia verschwindet eine Frau. Über zwei Wochen suchen Rettungskräfte nach ihr. Indigene Dorfbewohner entdecken sie schließlich an einem Fluss.

„Ein wahres Wunder“: In Malaysias Wildnis haben indigene Fischer eine seit zwei Wochen vermisste Wanderin gerettet, nachdem eine groß angelegte Suchaktion mit Hubschraubern erfolglos geblieben war. „Als wir hörten, dass sie wohlbehalten gefunden wurde, fühlte es sich an, als wären unsere Gebete erhört worden“, sagte Hishammuddin Ahmad, eine Freundin der Wanderin.

Die 49-jährige Malaysierin Jaslinda Saludin war aufgebrochen, um den Berg Gunung Batu Putih in dem südostasiatischen Land zu besteigen. Es handelte sich um eine Etappe auf der Trans-Spencer-Chapman-Tour, einer kräftezehrenden Strecke im Bereich des Titiwangsa-Gebirgszuges. Nach dem Aufbruch zur Bergbesteigung wurde die erfahrene Wanderin als vermisst gemeldet.

Jaslinda sagte, sie habe sich gefühlt, als würde sie sterben, nachdem sie von ihrer Gruppe getrennt worden war, berichtete Harian Metro.  „Ich hatte wirklich nichts zu essen. Ich habe zwei Wochen lang nichts gegessen. Erst heute Morgen habe ich etwas gegessen“, sagte sie in einem Video. „Ich trank nur schwarzes Wasser, braunes Wasser und Wasser aus Kannenpflanzen … Ich fühlte mich, als würde ich zwischen Leben und Tod hängen“.

An der Suche nach Jaslinda war unter anderem eine Spezialeinheit der Rettungskräfte beteiligt. Über das Verschwinden der Wanderin berichteten die Medien des Landes prominent. Am späten Samstag schließlich wurde die Wanderin den Angaben zufolge von Fischern in einem Waldgebiet nahe der Kleinstadt Tapah im zentralen Bundesstaat Perak entdeckt.

Jaslinda berichtete laut CNA, dass sie sich in dem „extremen“ Gelände nur schwer zurechtfand und im Kreis lief, während sie versuchte, wieder Anschluss an ihre Gruppe zu finden, bis sie schließlich eine Wasserquelle entdeckte. „Ich hatte das Gefühl, ich würde sterben, als ich immer wieder auf und ab ging. Der Boden war zu weich“.

Sabarodzi Nor Ahmad, stellvertretende Einsatzleiterin der Feuerwehr von Perak, sagte, dass Jaslinda etwa drei Tage lang keinen Zugang zu Wasser hatte. Sie habe überlebt, indem sie Tau und Flusswasser aus dem Dschungel trank.

Nazri Bah Eng, einer der Dorfbewohner, berichtete, dass sie Jaslinda in der Nähe ihres Dorfes sichteten. „Wir waren gerade beim Angeln im Fluss, als einer von uns plötzlich Jaslinda bemerkte. Sie war schwach und weinte. Sie trug auch eine Plastiktüte voller Pilze bei sich“, zitierte die Zeitung „The Star“. „Ich habe sie sofort zurück zum Haus des Dorfvorstehers gebracht, und wir haben ihr Essen und Trinken gegeben, weil sie extrem erschöpft aussah“, sagte er.

Nach ihrer Rettung wurde Jaslinda ins Krankenhaus gebracht. Sie habe leichte Verletzungen davongetragen, darunter „einige Wunden am Kopf“, sagte ein Behördenvertreter der Zeitung „The Star“. Malaysias Regierungschef Anwar Ibrahim sprach den an der Rettung Beteiligten seinen Dank aus.

Verwendete Quellen: raf/AFP