2656 Fälle in nur 3 MonatenZahl schießt in die Höhe! Tausende wollen keinen Wehrdienst

Am 5. März 2026 demonstrierten zum zweiten Mal Schülerinnen und Schüler gegen die Wehrpflicht. Mehrere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich zu einer Kundgebung in der Kölner Trankgasse mit einem anschließenden Demozug. *** on 5 March 2026 demonstrated to second times Schoolgirls and Students against the Conscription several One hundred Teilnehmerinnen and Participants met itself to a Roundtable in the Cologne Trankgasse with a then Demozug 1103100776
Durch die neue Wehrdienstreform müssen 18-jährige Männer verpflichtend einen Fragebogen ausfüllen und dann zur Musterung gehen.
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Mehrere Tausend Menschen stellen jährlich einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung. In diesem Jahr steuert die Zahl der Anträge auf einen Rekord zu. Hintergrund dürfte vor allem das Gesetz über den neuen Wehrdienst sein.

Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung in Deutschland steigt einem Bericht zufolge weiter an. Im ersten Quartal dieses Jahres hätten bereits 2656 Menschen einen entsprechenden Antrag gestellt, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf Angaben des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA).

Im gesamten Jahr 2024 hatten insgesamt 2998 Menschen einen solchen Antrag gestellt, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Im Jahr 2025 gingen bei der Behörde 3867 Anträge ein, wie eine Sprecherin im Januar der „Augsburger Allgemeinen“ mitteilte. Hält der Trend an, könnte die Zahl 2026 auf den höchsten Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011 zusteuern.

Hintergrund dürfte die angespannte Sicherheitslage und das Gesetz über den neuen Wehrdienst sein, das zum 1. Januar in Kraft trat. Durch die seit Jahresbeginn geltende Wehrdienstreform müssen 18-jährige Männer verpflichtend einen Fragebogen ausfüllen und dann zur Musterung gehen. Die Entscheidung über den Dienst bei der Bundeswehr bleibt aber freiwillig.

Kern der Reform ist die verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008. So sollen Freiwillige für einen Ausbau der Truppe rekrutiert werden. Sollten die Zielkorridore verfehlt werden, kann der Bundestag über eine sogenannte Bedarfswehrpflicht entscheiden. Diese soll dann die Lücken zwischen dem Bedarf der Streitkräfte und der tatsächlichen Zahl der zur Verfügung stehenden Soldatinnen und Soldaten schließen.

Parallel dazu gibt es aber auch eine Reihe von Menschen, die ihre bereits erfolgte Kriegsdienstverweigerung widerrufen. Im vergangenen Jahr war das dem Bericht zufolge 781 Mal der Fall, im ersten Quartal dieses Jahres bereits 233 Mal.

Verwendete Quellen: mba/dpa