Schüsse in der Straße von HormusTrotz Waffenruhe! USA und Iran beschießen sich am Golf

USS Rafael Peralta (DDG 115) near what the U.S. Central Command said was a vessel attempting to sail to an Iranian port, as it enforces the U.S. blockade on Iranian ports, at an unknown location, released April 24, 2026.   U.S. Central Command/Handout via REUTERS    THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. MANDATORY CREDIT.  Verification Lines:  Reuters was able to identify Guided-missile destroyer USS Rafael Peralta (DDG 115) from the deck layout, mast, and superstructure of the vessel that matched file images Location and date could not be verified No earlier versions of the image were found posted online before April 24
Der Lenkwaffenzerstörer USS Rafael Peralta in der Straße von Hormus. Das Frachtschiff im Hintergrund soll Kurs auf einen den den USA blockierten Hafen genommen haben.
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Neue Eskalation zwischen dem Iran und den USA: Die US-Streitkräfte bestätigen Angriffe auf Militäreinrichtungen. Es handle sich um „Selbstverteidigungsschläge“ nach iranischen Angriffen auf US-Kriegsschiffe. Der Iran wirft den USA wiederum Attacken auf einen Öltanker vor.

Trotz Waffenruhe haben sich die USA und der Iran gegenseitig in der Straße von Hormus beschossen. Zudem griff das US-Militär einzelne Ziele im Iran an. „US-Streitkräfte haben unprovozierte iranische Angriffe abgewehrt und mit Schlägen zur Selbstverteidigung reagiert“, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) der US-Streitkräfte auf X mit.

Das iranische Militär bestätigte Angriffe auf US-Kriegsschiffe. Es habe sich aber um eine Reaktion auf US-Attacken auf einen iranischen Öltanker gehandelt.

Centcom teilte weiter mit, die iranischen Angriffe seien abgewehrt worden, als Lenkwaffenzerstörer der US-Marine am Donnerstag die Straße von Hormus in Richtung Golf von Oman durchquert hätten. Iranische Streitkräfte hätten mehrere Raketen abgefeuert und Drohnen sowie kleine Boote eingesetzt, als drei US-Schiffe die Meerenge passiert hätten.

Das US-Militär habe die Bedrohungen „neutralisiert“ und iranische Militäreinrichtungen angegriffen, die für die Angriffe auf die US-Streitkräfte verantwortlich gewesen seien - darunter Raketen- und Drohnenabschussrampen, Kommando- und Kontrollzentren sowie Zentralen für Aufklärung und Überwachung, hieß es weiter. Es werde keine Eskalation angestrebt, man werde jedoch die US-Streitkräfte schützen.

Das iranische Militär warf den USA vor, die Waffenruhe zuerst verletzt zu haben. Das US-Militär habe einen iranischen Öltanker angegriffen, der von den Küstengewässern Irans in Richtung Straße von Hormus unterwegs gewesen sei, zitierte der regierungstreue Sender Press TV das iranische Hauptquartier Khatam al-Anbiya.

Das iranische Militär warf den USA laut Press TV weiter vor, zugleich mit Unterstützung „regionaler Länder“ Luftangriffe auf zivile Gebiete entlang der Küste und der in der Straße von Hormus gelegenen Insel Gheschm durchgeführt zu haben. Nachdem am Persischen Golf Explosionen gemeldet worden waren, hatten iranische Medien über einen Angriff durch die Vereinigten Arabischen Emirate spekuliert. Die iranischen Streitkräfte hätten umgehend reagiert und US-Militärschiffe östlich der Straße von Hormus angegriffen.

Seit gut einem Monat gilt eine Waffenruhe im Iran-Krieg. Die militärischen Spannungen sind jedoch nach wie vor hoch. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt, dass bald eine Einigung mit der Führung in Teheran erreicht werden könnte.

Verwendete Quellen: ino/dpa