Dramatische Szenen in SinzigSEK befreit zwei Menschen aus Bank – doch die Täter sind weg

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Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Mann den Mitarbeiter abgepasst und ihm einen Bargeldbehälter abgenommen haben.

In Sinzig läuft am Freitag ein Großeinsatz der Polizei. Zwei Menschen sitzen in einer Bank fest, Spezialeinsatzkräfte rücken an. Doch als sie das Gebäude stürmen, fehlt von den Tätern jede Spur.

Vom Täter fehlt jede Spur

Schwer bewaffnete Einsatzkräfte vor einer Bank, abgesperrte Straßen, bange Stunden in der Innenstadt. In Sinzig in Rheinland-Pfalz sorgt ein mutmaßlicher Überfall auf einen Geldtransport-Mitarbeiter für dramatische Szenen. Die Polizei sucht weiter nach mindestens einem Verdächtigen. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Mann den Mitarbeiter abgepasst und ihm einen Bargeldbehälter abgenommen haben. Danach soll er den Mitarbeiter und eine weitere Person in der Bank eingeschlossen haben.

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Täter soll weißen Overall getragen haben

Wie die Polizei schildert, soll der Verdächtige einen weißen Overall getragen haben, ähnlich wie ein Imkeranzug. Eine Beutesumme nennen die Ermittler bislang nicht. Gegen 9 Uhr löst ein automatischer Alarm aus. Die Polizei rückt mit einem Großaufgebot in der Kleinstadt im Kreis Ahrweiler an. Die Innenstadt wird weiträumig abgesperrt, schwer bewaffnete Einsatzkräfte beziehen Stellung vor der Bank.

Spezialeinsatzkommando findet keine Verdächtigen

Erst nach Stunden kommt die Erleichterung. Ein Spezialeinsatzkommando dringt in das Gebäude ein und befreit die zwei eingeschlossenen Personen unverletzt. Doch von dem oder den Tätern fehlt jede Spur.
Die Ermittler gehen davon aus, dass sie schon vor dem Eintreffen der ersten Streife geflüchtet sind. Polizeisprecher Jürgen Fachinger sagt, die Polizei habe nach seinem Kenntnisstand keinen Kontakt zu den Tätern gehabt. Ob Waffen im Spiel waren, bleibt offen.

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Polizei geht vom schlimmsten Szenario aus

Warum der Einsatz so groß ausfällt? Laut Fachinger mussten die Beamten zunächst „immer vom schlimmsten Szenario“ ausgehen. Zwei Personen galten als vermisst, ihr genauer Aufenthaltsort war anfangs unklar.

Deshalb prüfte die Polizei auch, ob es sich um eine mögliche Geisellage handelt. Ob der Fall am Ende tatsächlich als Geiselnahme eingestuft wird, klären nun die Ermittler. Im Raum stehen laut Polizei unter anderem Freiheitsberaubung, Raub oder schwerer Raub.
In Sinzig atmen viele Menschen nach dem glimpflichen Ende erst einmal auf. Der stellvertretende Bürgermeister Hans-Werner Adams zeigt sich erleichtert. Das Leben gehe normal weiter, sagt er. Am Wochenende soll in der Stadt ein Mitmachmarkt stattfinden. (jow/dpa)

Verwendete Quellen: dpa