Mit brisanten Geheimdienst-InfosSelenskyj: Russland hilft Iran bei tödlichen Angriffen!

11.03.2026, Ukraine, Kiew: Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, spricht bei einem Treffen mit der mit Bundestagstagspräsidentin Klöckner. Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, wirft Russland vor, den Iran-Krieg zu verlängern.
dpa

Teheran und Moskau sind füreinander wichtige Verbündete. Der Iran-Krieg lässt die russischen Öleinnahmen steigen. Eine schnelle Lösung sei deswegen nicht im Interesse des Kreml, sagt der ukrainische Präsident, der negative Folgen für sein Land fürchtet.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, den Iran-Krieg durch die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zu verlängern. Es gebe weitere Belege dafür, dass Russland der iranischen Führung weiterhin mit Geheimdienstinformationen helfe, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Russland nutze dafür seine eigenen Fähigkeiten zur elektronischen Aufklärung sowie Daten von Partnern aus der Region. Dies helfe dem Iran, präzisere Angriffe auszuführen, erklärt Selenskyj.

Die Regierung in Moskau hat in der vergangenen Woche einen Bericht des „Wall Street Journal“ über die Weitergabe von Satellitenbildern und Drohnentechnologie an den Iran als Falschmeldung zurückgewiesen. Teheran ist ein wichtiger Verbündeter des Kreml.

Zudem wies Kreml-Berater Kirill Dmitrijew kürzlich einen Bericht des Nachrichtenportals „Politico“ zurück, wonach Russland den USA vorgeschlagen habe, die Bereitstellung von Zieldaten für iranische Drohnen- und Raketenangriffe auf US-Streitkräfte einzustellen. Im Gegenzug solle Washington jene Hilfe stoppen, die es der Ukraine ermögliche, russische Ziele zu treffen, meldete „Politico“ und berief sich auf mit den Gesprächen vertraute Vertreter. Dmitrijew soll diesen Vorschlag den US-Verhandlungspartnern Steve Witkoff und Jared Kushner unterbreitet haben. Diese hätten das Angebot bei einem Treffen in Miami in der vergangenen Woche abgelehnt.

Auch der Inlandsgeheimdienst SBU erstattete Selenskyj demnach Bericht. Der russische Krieg dürfe nicht von der geopolitischen Lage und solchen Krisen-Ölpreisen profitieren, sagte der ukrainische Präsident. Er dankte den Soldaten für ihre „Treffsicherheit“ bei Angriffen auf die russische Ölindustrie, die wichtig für Moskaus Kriegskasse ist. Selenskyj sprach auch von guten Ergebnissen des SBU an der Front und beim Vorgehen gegen russische Spionagenetzwerke.

Ebenfalls unter Berufung auf Geheimdienstinformationen warnte Selenskyj die Ukrainer davor, dass Russland einen schweren Angriff planen könne. Moskau führt seit mehr als vier Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen das Nachbarland.

Verwendete Quellen: hul/dpa/rts/DJ