Bis spätestens 2029 ist SchlussVW plant bitteres Ende für beliebte Automarke

Das Markenlogo und der Schriftzug vom Automobilhersteller Seat ist am 01.10.2025 an einer Niederlassung vom Unternehmen in Wackersdorf (Bayern) zu sehen. Seat S.A. ist Tochtergesellschaft der Muttergesellschaft Volkswagen AG. (Symbolbild, Symbolfoto, Illustration, symbolisches Foto, illustratives Foto, Themenbild, allgemeines Bild, Themenfoto)
Seat könnte in den kommenden Jahren vom Markt verschwinden.
picture alliance/dpa / Matthias Balk

Bei Volkswagen sind offenbar nicht nur Werke in Deutschland vom Sparprogramm bedroht. Der Vorstand will einem Bericht zufolge auch die spanische Marke Seat komplett einstellen. Ein entsprechender Zeitplan liegt bereits vor.

Der Volkswagen-Vorstand will einem Bericht zufolge die spanische Automarke Seat in ein paar Jahren vom Markt nehmen. Geplant sei, die Marke bis spätestens Ende 2029 auslaufen zu lassen, berichtete die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf den Vorstandsbeschluss, über den der VW-Aufsichtsrat am Freitag abstimmen soll.

Seat werde nicht mehr als Bestandteil des Zielbilds 2030 geführt. Das Auslaufen der spanischen Marke reduziere die Komplexität und die Investitionsbelastung in der Markengruppe Core, hieß es zur Begründung. „Eine Fortführung von Seat in der bisherigen Form würde zusätzliche Ressourcen binden, während die strategische Weiterentwicklung innerhalb der Markengruppe Cupra fokussiert werden soll.“ Ein Volkswagen-Sprecher erklärte, das Unternehmen kommentiere interne Unterlagen nicht. „Diese werden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess greifen wir nicht vor.“

Der Volkswagen-Aufsichtsrat kommt am Freitag zusammen, um über das weitere Vorgehen bei Europas größtem Autobauer zu beraten. Neben dem Aus für die Marke Seat geht es unter anderem auch um langfristige Perspektiven für vier Werke in Deutschland und einen möglichen weiteren Abbau von Zehntausenden Arbeitsplätzen weltweit.

VW-Chef Oliver Blume will sein Unternehmen mit dem Sparprogramm fit machen, um sich gegen die zunehmende Konkurrenz chinesischer Autobauer in Europa, die Schwierigkeiten auf dem chinesischen Markt und die Zölle von US-Präsident Donald Trump zu wappnen. Die Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen haben aber insbesondere gegen das Aus für die Werke in Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm Widerstand angekündigt und Insidern zufolge eigene Vorschläge für den Aufsichtsrat erarbeitet.

Verwendete Quellen: lme/rts