Hoffnungsschimmer im Schwarzwald Scarlett seit sechs Jahren spurlos verschwunden – jetzt schlagen mehrere Suchhunde an

Scarlett Salice wird vermisst.
Seit September 2020 wird Scarlett vermisst. Ihr Vater Ralph fährt bis heute immer wieder nach Todtmoos im Schwarzwald, wo sich die Spur seiner Tochter verlor.
Privat

Scarlett, wo bist du nur?
Sechs Jahre nach ihrem Verschwinden gibt es eine möglicherweise neue Spur im Fall Scarlett. Bei einer erneuten Suche im Schwarzwald schlagen gleich zwölf Suchhunde rund um den Wildensteinfels an. Das berichtet unter anderem die Badische Zeitung. Scarletts Vater ist bei der Aktion dabei – und schöpft neue Hoffnung.

Suchhunde schlagen bei Suche nach Scarlett an

Seit sechs Jahren lässt IHR Vermisstenfall Deutschland nicht los: Scarlett verschwand während einer Wanderung im Schwarzwald spurlos. Seit dem 10. September 2020 fehlt von der damals 26-Jährigen jede Spur. Als sie nicht wie verabredet nach einer Wanderung bei einer Freundin ankam, meldete ihre Familie sie als vermisst. Was folgte, war eine aufwendige Suchaktion – Polizei, Bergwacht, Feuerwehr, Hubschrauber, Drohnen, Hundestaffeln. Auch „Aktenzeichen XY“ berichtete. Jetzt sorgt eine neue Suchaktion für Aufsehen.

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Wie die Badische Zeitung berichtet, durchsuchten rund 35 Helfer des Vereins Finderwille am Samstag das Gebiet am Wildensteinfels im Wehratal. Mit dabei waren zwölf speziell ausgebildete Suchhunde – und Scarletts Vater. Als Geruchsprobe diente ein Schuh der Vermissten.

Offenbar mit Erfolg: Alle zwölf Hunde hätten in diesem Bereich mehrfach entsprechende Signale gegeben. Nachdem die Gruppe den Felsen passiert hatte, sei das Verhalten der Tiere wieder normal gewesen. „Wir gehen davon aus, dass Scarlett im Gebiet um den Wildensteinfels womöglich verunglückt ist“, so Finderwille-Gründer Rüdiger Orth zur Badischen Zeitung.

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Polizei ist skeptisch

Ob die Reaktionen der Hunde tatsächlich zu Scarlett führen, ist damit allerdings nicht klar. Die neue Suche liefert bislang keinen Fund, der ein Unglück der Vermissten bestätigt. Und die Polizei Freiburg? Sie bewertet auf RTL-Nachfrage die vermeintlich „neuen Hinweise“ als skeptisch.

Von einem Durchbruch oder einem entscheidenden Hinweis könne man nicht sprechen. Der Verein hat sich noch nicht mit der Polizei ausgetauscht, sollte er das allerdings tun, wird sich die Polizei mit den Vereinen besprechen und gegebenenfalls die Hinweise überprüfen, heißt es weiter. Je nach Bewertung der Spuren könnte es dann eine neue Suchaktion „in naher Zukunft” geben.

Vater von Scarlett hofft endlich auf eine Spur

Für Ralf Salice bedeutet die neue Suche vor allem eines: Hoffnung auf Gewissheit. „Ich hoffe, dass wir eine Spur von ihr finden“, sagt er der Badischen Zeitung. Ein tödlicher Unfall wäre für ihn schlimm. Noch schrecklicher sei für ihn jedoch die Vorstellung, seine Tochter könnte einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein.

In den vergangenen Jahren wurde das Wehratal bereits intensiv abgesucht. Mitglieder der Facebook-Gruppe „Bitte findet Scarlett“ seien den Schluchtensteig nach eigenen Angaben womöglich hundertmal abgegangen und hätten auch den Steilhang durchsucht – allerdings nicht mit Suchhunden.

Verwendete Quellen: Badische Zeitung, Bild , SWR und eigene RTL-Recherche