Schon länger an Parkinson erkranktEr ermittelte gegen Trump! Ex-FBI-Chef Mueller stirbt mit 81

FILE - Special counsel Robert S. Mueller III testifies on Capitol Hill in Washington before the House Judiciary Committee in Washington,  July 24, 2019. Mueller, a former FBI director, died on Friday, March 20, 2026.  He was 81. (AP Photo/Susan Walsh, File)
Mueller machte eine Parkinson-Erkrankung öffentlich.
AP Photo/Susan Walsh

Viele Jahre steht Robert Mueller an der Spitze der US-Bundespolizei FBI. Mehrere Jahre ermittelt er, ob sich Russland in die Präsidentschaftswahl von 2016 eingemischt hat. Jetzt ist er tot. Donald Trump zeigt sich erleichtert.

Der Leiter der Sonderermittlungen in der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump, Robert Mueller, ist Medienberichten zufolge tot. Der frühere langjährige FBI-Direktor sei im Alter von 81 Jahren gestorben, berichteten der US-Sender MS Now und die „New York Times“ unter Berufung auf seine Familie. Vergangenes Jahr war bekannt geworden, dass Mueller an Parkinson erkrankt war.

Trump schrieb in einer ersten Reaktion nach Muellers Tod auf Truth Social: „Gut, ich bin froh, dass er tot ist. Er kann unschuldigen Menschen nicht mehr schaden!“

Mueller war kurz vor den Anschlägen des 11. September 2001 an die Spitze des FBI gerückt. Während seiner zwölfjährigen Amtszeit widmete er sich der Aufgabe, die Behörde mittels einer grundlegenden Reform für die neue Schwerpunktaufgabe des Anti-Terror-Kampfs zu wappnen. Als Sonderermittler hatte Mueller zudem von 2017 bis 2019 eine mögliche Einmischung Russlands bei der US-Wahl 2016 zugunsten Trumps untersucht - zum Ärger des Präsidenten.

In seinem 2019 veröffentlichten Bericht kam er zu dem Schluss, dass sich Russland systematisch in die Wahl eingemischt habe. Beweise für eine Verschwörung von Trumps Team mit Moskau fand er jedoch nicht. Er betonte vor dem US-Kongress jedoch ausdrücklich, dass Trump durch den Bericht nicht entlastet sei.

Die 22-monatige Untersuchung führte zu Anklagen gegen 34 Personen. Darunter befanden sich russische Geheimdienstmitarbeiter sowie mehrere Vertraute Trumps, wie sein ehemaliger Wahlkampfleiter Paul Manafort und sein Berater Roger Stone. Trump begnadigte diese später. Eine Behinderung der Ermittlungen der Justiz durch Trump schloss Mueller nicht aus. Dennoch wertete Trump den Bericht als Entlastung - die Ermittlungen bezeichnete er immer wieder als „Hexenjagd“.

Die langsam fortschreitende Erkrankung Parkinson lässt Zellen im Gehirn sterben, die den Botenstoff Dopamin produzieren, mit dessen Hilfe der Körper Bewegungen steuert. Bei Betroffenen ist Zittern eine typische Folge.

Verwendete Quellen: mpa/dpa/rts/AFP