Private Initiative stellte Probenergebnisse vorRobert Marc Lehmann zerlegt DNA-Analyse von Timmy: „Der Wal ist tot!”

„Pressekonferenz war ein Fiebertraum!”
Am Mittwoch (22. Juli) stellte eine private Initiative, vertreten von Tierärztin Kirsten Tönnies, die Ergebnisse der DNA-Analyse vom gestrandeten Buckelwal vor. Drei Proben seien in einem chinesischen Labor untersucht worden. Das Ergebnis, welches auch irgendwie kein Ergebnis ist: Es würde sich dabei nicht um eine und dieselbe Tierart handeln. Umweltschützer und Meeresbiologe Robert Marc Lehmann rastet nahezu aus, als er die Pressekonferenz verfolgt!
Lehmann über Tierärztin Tönnies: „Das finde ich ein bisschen unprofessionell”

Alleine sitzt Tierärztin Kirsten Tönnies in Hamburg auf einer Bühne, als sie die Ergebnisse der Proben vorstellt. Eigentlich wollte sie dies nicht alleine machen, erklärt sie den anwesenden Zuschauern und Journalisten, doch die anderen beiden Personen, die dabei sein sollten, scheinen es sich anders überlegt zu haben und glänzen mit Abwesenheit. Zu Beginn stellt die Tierärztin fest: „Das hier ist nicht mein Metier“ und bezieht sich dabei auf die DNA-Analyse und die Auswertung. Den Eindruck haben auch die anwesenden Journalisten sowie Robert Marc Lehmann, der die Pressekonferenz in einem YouTube-Video kommentiert: „Ich zeige viele Zahlen, ich kann sie ihnen aber nicht erklären, das finde ich ein bisschen unprofessionell”, sagt er über die Präsentation der Ergebnisse.
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Im Video: Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies stellt die Ergebnisse in Hamburg vor
„Glaubt ihr immer noch, dass Hope lebt?”
Nach vielen Tabellen, die Tönnies selbst nicht versteht, präsentiert die Tierärztin dann das Ergebnis. Und das wirft mehr Fragen als Antworten auf, denn nach Angaben der Ärztin würden einige Werte so stark auseinanderweichen, dass es sich wahrscheinlich nicht einmal um die selbe Tierart handeln würde. Die große Frage, die sich Lehmann stellt: Warum kam es überhaupt zu einer Analyse, mit welchem Sinn und Ziel: „Glaubt ihr immer noch, dass Hope lebt?” Immer wieder zeigt sich der Meeresbiologe fassungslos, als er die Konferenz live verfolgt: „Was sollen diese Proben zeigen? Das, was jetzt passiert, das gibt dem Internet nur Schwurbeltheorie und lässt euch noch dümmer darstellen.”
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„Wenn man zweifelt und eine Analyse nicht korrekt ist, dann macht man sie noch mal in einem unabhängigen Labor. Man prüft das, man macht eine Qualitätsstandardsicherung”, erklärt Lehmann. Um welche Tierarten handelt es sich denn bei den Probenergebnissen, fragen einige Journalisten. Das sei laut Tönnies nicht untersucht worden. „Wir hatten alle Unrecht: das in Deutschland war ein Schweineschnitzel”, kommentiert Lehmann. „Können wir bitte analysieren, um welches Tier es sich handelt”, ergänzt er später noch.
„Es ist ein und derselbe Wal!”

„Das ist doch alles ein riesen Haufen Quatsch”, sagt Robert Marc Lehmann. Seiner Meinung nach befeuere diese Konferenz nur sämtliche Verschwörungstheorien im Internet, vor allem die eine Theorie, dass Timmy noch leben könnte. Doch für ihn ist klar: „Der Wal ist doch tot!” Er erläutert es an einem Beispiel: Sowohl der lebend gestrandete Wal als auch der tote Wal vor Dänemark haben die selbe Augenverletzung. Außerdem stimmen Größe oder auch die Flukenform überein. „Es ist ein und derselbe Wal”, resümiert er.
Lehmann geht bei der Analyse von einem Fehler aus
„Eine Pressekonferenz zu veranstalten über Dinge, über die man nichts weiß, und dann die Fragen nicht beantworten kann, ist eine schlechte Idee”, sagt Lehmann am Ende seines Videos. Für ihn stellt sich nicht die Frage der unterschiedlichen Tierarten: „Wahrscheinlicher ist, dass ein methodischer Fehler stattgefunden hat, eine Verunreinigung der Probe, eine Kontamination der Probe, ein nicht korrektes Analyseergebnis”.
Verwendete Quelle: YouTube


