DLRG warnt vor Betreten von Eisflächen!„Das Eis ist extrem unberechenbar”

In Mecklenburg-Vorpommern warnt die Polizei vor dem Betreten gefrorener Wasserflächen. (Archivbild)
Trotz winterlicher Temperaturen warnen die Behörden vor dem Betreten von Eisflächen (Archivbild).
Marijan Murat/dpa

Plötzlich bricht das Eis!
Die Minusgrade sind angebrochen, draußen liegt der Schnee und der See um die Ecke ist bereits zugefroren. Da ist ein kurzer Ausflug auf dem Eis oft verlockend. Doch der DLRG Landesverband Niedersachsen schlägt Alarm: Die Eisdecke sei derzeit noch nicht dick genug und die Einbruchgefahr hoch. Im RTL-Gespräch verrät der Verein, wie ihr euch am besten vor der Gefahr schützen könnt.

Der Schein beim Eis trügt

Ein bisschen Spaß auf dem Eis, Schlittschuhfahren mit den Kindern und den Winter so richtig genießen. An einen Einbruch ins eiskalte Wasser denken dabei die wenigsten. Denn häufig sieht das Eis auf den ersten Blick stabil und tragfähig aus. Doch genau hier liegt die Gefahr. Laut Jan Lange vom DLRG Landesverband Niedersachsen seien die bisherigen Temperaturen für eine dicke Eisschicht nicht ausreichend. Von einer betretbaren Eisfläche spreche man erst ab 15 bis 20 Zentimetern. Und diese Dicke ist definitiv noch nicht erreicht.

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Doch wie kann man sich selbst und andere im Falle eines Einsturzes retten? Die DLRG empfiehlt, vor allem besonnen zu handeln. „Wenn man merkt, dass es anfängt zu knistern, sollte man sich ganz flach auf den Boden legen, um sein Gewicht möglichst zu verteilen, und möglichst langsam mit ruhigen Bewegungen, nicht so hastig versuchen, wieder an Land zu robben“, sagt Jan Lange im RTL-Gespräch. Außerdem solle man sich im Falle eines Einsturzes den Weg zum Ufer suchen und das Eis dorthin aufbrechen. Sieht man jemand anderen in Not, mahnt die DLRG davor, selbst auf das Eis zu laufen und sich in Gefahr zu bringen. Stattdessen so schnell wie möglich die 112 anrufen.

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Eisflächen werden vorher untersucht

Ob in diesem Winter überhaupt eine Chance besteht, Spaß auf dem Eis zu haben, ist fraglich. Schon gegen Ende der Woche werden Plustemperaturen im Tagesverlauf erwartet. Um die Sicherheit daher für die Menschen zu gewährleisten, prüfen und analysieren zuständige Behörden der Städte und Gemeinden vor Ort die Eisflächen und testen, ob diese tragfähig genug sind.

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„Das Eis ist extrem unberechenbar”, sagt Jan Lange. Daher würden die Behörden „entsprechende Bohrungen machen, die Eisdicke mit einem Zollstock oder einem Lineal messen” und gegebenenfalls die Eisfläche zum Betreten freigeben. Ob ihr auf eine Eisfläche sicher draufgehen könnt, wird von den Behörden entsprechend gekennzeichnet.

Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, DLRG, Wetter.de