Plötzlicher ZusammenbruchNobelpreisträgerin Mohammadi wegen Herzproblemen im Krankenhaus

Narges Mohammadi sits in her apartment in Tehran on January 16, 2025. She received the 2023 Nobel Peace Prize for advocating women's rights and freedom and is currently on leave from prison.
Ein iranisches Gericht verhängte gegen Narges Mohammadi ein zweijähriges Ausreiseverbot (Archivbild).
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2023 wird die Menschenrechtlerin Narges Mohammadi für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie sitzt im Iran im Gefängnis. Ihr Gesundheitszustand hat sich dramatisch verschlechtert.

Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist wegen akuter Herzproblemen in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben ihres Anwalts Mostafa Nili leidet sie seit längerer Zeit an Herzrhythmusstörungen, am Freitag sei sie jedoch plötzlich zusammengebrochen.

„Sie hatte starke Schmerzen im Brustbereich und ihr Zustand hat sich dann kritisch verschlechtert“, schrieb Nili bei X. Die 54-Jährige sei daraufhin in ein Krankenhaus in der Stadt Sandschan im Nordwesten Irans gebracht worden. Angesichts der Schwere ihrer Erkrankung benötige sie jedoch die Behandlung durch ihre eigenen Fachärzte, so ihr Anwalt.

Bereits im vergangenen Monat hatte ihr Bruder Hamid-Reza Mohammadi über den besorgniserregenden Gesundheitszustand seiner Schwester berichtet. Sie sei nach einem Herzinfarkt Ende März stark geschwächt und habe deutlich an Gewicht verloren. Die Familie äußerte daraufhin große Sorgen, insbesondere, da die medizinische Versorgung im Gefängnis unzureichend sei.

Mohammadi, die 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe in Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden ist, ist im Zentralgefängnis von Sandschan inhaftiert. Anfang Februar wurde sie laut ihrem Anwalt erneut zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Zudem wurde ein zweijähriges Ausreiseverbot verhängt. Sie verbüßte mehrere Haftstrafen, unter anderem wegen angeblicher Verbreitung von Propaganda gegen die Islamische Republik.

Verwendete Quellen: bho/dpa