Unglück in NamibiaEx-Kaufland-Manager und Familie sterben bei Flugzeugabsturz

Vier Deutsche kommen bei einem Flugzeugabsturz in Namibia ums Leben. Wie nun bekannt wird, handelt es sich neben dem Piloten um ein Unternehmerehepaar aus der Region Heilbronn und dessen Sohn. Die Details.
Trauer um Silke und Richard Lohmiller und Sohn Herny
In Namibia sind nach Angaben der Fluggesellschaft Desert Air beim Absturz einer kleinen Propellermaschine alle vier Insassen ums Leben gekommen. „An Bord des Flugzeugs befanden sich ein Pilot und drei deutsche Staatsangehörige”, hieß es in einer Mitteilung. Leider habe es keine Überlebenden gegeben. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes war auch der Pilot Deutscher.
Zu den Opfern gehören die langjährige Geschäftsführerin der Dieter Schwarz Stiftung, Silke Lohmiller, sowie ihr Ehemann Richard und der gemeinsame Sohn. Sie stammten aus der Region Heilbronn. Lohmiller war nach Angaben der Stiftung mehr als vier Jahrzehnte für die Schwarz Unternehmensgruppe tätig, zu der Lidl und Kaufland zählen.

„Die Dieter Schwarz Stiftung gibt mit tiefer Bestürzung und großer Trauer bekannt, dass ihre langjährige Geschäftsführerin Silke Lohmiller gemeinsam mit ihrem Ehemann Richard und dem gemeinsamen Sohn Henry bei einem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist”, heißt es in einem Beitrag, den die Stiftung auf ihrer Internetseite veröffentlichte. „Silke Lohmiller war über vier Jahrzehnte eine prägende Führungspersönlichkeit der Schwarz Unternehmensgruppe. Seit ihrem Eintritt im Jahr 1984 bewies sie in ihren Funktionen visionäre Tatkraft und zeichnete sich unter anderem für den Aufbau des Tip Werbeverlags verantwortlich, bevor sie 2009 den Bereich des Sozialen Engagements innerhalb der Unternehmensgruppe übernahm.”
Richard Lohmiller war laut der Regionalzeitung Heilbronner Stimme 40 Jahre lang als Manager bei Kaufland tätig, vor seinem Ausscheiden als Vorstand und Deutschlandchef.
Flieger der Familie erreichte sein Ziel nie
Die Familie war am Sonntag mit einer Cessna 210 vom internationalen Flughafen der Hauptstadt Windhuk abgeflogen. Der Kleinflieger hätte demnach etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen sollen, erreichte aber nie sein Ziel. Das Wrack sei am Montagmorgen gefunden worden. Namibische Behörden hätten eine offizielle Untersuchung in die Unfallursache eingeleitet, hieß es weiter.
Sossusvlei ist eines der bekanntesten Touristenziele in dem südwestafrikanischen Land, berühmt für seine roten Sanddünen, die zu den höchsten der Welt gehören. (dpa/sfu/ros)
Verwendete Quelle: Heilbronner Stimme, dpa, Dieter Schwarz Stiftung,
