Eltern verklagen HerstellerTeil eines Badminton-Schlägers durchbohrt Lucys (6) Schädel – jetzt klagt ihre Familie

Ein Familienurlaub endet in einer unvorstellbaren Tragödie.
Die sechsjährige Lucy Morgan stirbt, nachdem sich ein Metallteil von einem Badminton-Schläger löst und ihren Schädel durchbohrt. Mehr als zwei Jahre später verklagt ihre Familie jetzt den Hersteller Franklin Sports.
Lucys Familie erhebt schwere Vorwürfe gegen Franklin Sports
Mehr als zwei Jahre nach dem Tod ihrer sechsjährigen Tochter wollen Jesse und Bethany Morgan den Hersteller des Badminton-Schlägers zur Verantwortung ziehen. Am 17. August reichte die Familie laut „People“ vor dem York County Superior Court im US-Bundesstaat Maine Klage gegen Franklin Sports ein. Im Zentrum der Klage steht die Frage, wie der Badminton-Schläger überhaupt auseinanderbrechen konnte. Nach Darstellung der Familie waren Griff und Metallschaft nicht ausreichend miteinander verbunden. Der verwendete Klebstoff sei mangelhaft oder unzureichend gewesen. Die Eltern fordern Schadenersatz. Eine konkrete Summe nennt die Klageschrift nicht. Franklin Sports reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage des US-Magazins.
Ein Schlag mit dem Badminton-Schläger endet tödlich
Was am 1. Juni 2024 passiert, klingt zunächst nach einem völlig normalen Urlaubstag. Lucy verbringt mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern Zeit in einem Ferienhaus in Limerick im US-Bundesstaat Maine. Die Kinder spielen vor dem Haus Badminton, die Eltern halten sich hinter dem Gebäude auf. Lucy sitzt laut Klageschrift am Rand, als ihr zehnjähriger Bruder mit einem Schläger spielt.
Dann bricht der Schläger auseinander. Kopf und Metallschaft lösen sich vom Griff. Das Metallstück trifft Lucy an der Schläfe und dringt durch ihren Schädel bis ins Gehirn. Laut Klageschrift steht das Mädchen zunächst noch schreiend auf. Als ihre Eltern herbeieilen, zieht Lucy das Metallstück selbst aus ihrem Kopf und bricht anschließend bewusstlos zusammen.
Ein Hubschrauber bringt die Sechsjährige ins Maine Medical Center in Portland. Ärzte operieren sie und entfernen laut ihrem Vater einen Teil der Schädeldecke, um den Druck zu reduzieren und ihre schweren Verletzungen zu behandeln. Zwischenzeitlich muss Lucy nach einem Kreislaufstillstand wiederbelebt werden. Vier Tage nach dem Unfall, am 5. Juni, stirbt sie.
Spendenaufruf soll Familie Morgan unterstützen
Nach dem Unglück startet das Umfeld der Morgans einen GoFundMe‑Spendenaufruf. Das Geld soll die Familie in dieser Ausnahmesituation unterstützen, unter anderem bei Kosten für Essen und Unterkünfte während des Krankenhausaufenthalts sowie bei medizinischen Ausgaben. Nach Lucys Tod folgt am 5. Juni das traurige Update. Das Mädchen sei „zum Herrn gegangen“, heißt es in dem Spendenaufruf. Familie und Freunde bitten darum, für die Morgans zu beten und sie auf ihrem Weg durch die kommenden Tage, Monate und Jahre ohne Lucy zu begleiten.


