Schüsse bei Gala in WashingtonMega-Anklage! Trump-Attentäter muss wegen Mordversuchs vor Gericht

Cole Tomas Allen, 31, from Torrance, Calif., is tackled and arrested by the U.S. Secret Service after he rushed the ballroom doors of the Washington Hilton with a shotgun during the Washington Press Association Correspondents Dinner in Washington, DC, on Saturday, April 25, 2026. Photo posted by President Trump on Truth Social. PUBLICATIONxNOTxINxUSA WAX2026042601 official
Allen, nachdem er von Sicherheitsmitarbeitern überwältigt wurde.
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Ein schwer bewaffneter Mann versucht am Wochenende in den Veranstaltungsraum des Hilton-Hotels in Washington einzudringen, wo gerade das White House Correspondents Dinner mit Trump stattfindet. Sicherheitskräfte können den Angreifer überwältigen. Nun erhebt ein Richter Anklage.

Nach den Schüssen bei einer Gala in Washington wird dem Angreifer Cole Allen ein Mordversuch am US-Präsidenten Donald Trump zur Last gelegt. Das berichteten die „Washington Post“ und CNN übereinstimmend aus dem Gerichtssaal in Washington, in dem der Verdächtige dem Richter vorgeführt wurde.

Laut amtierendem Justizminister Todd Blanche kamen zwei weitere Anklagepunkte hinzu: die Verwendung einer Schusswaffe bei einer Gewalttat sowie der Transport einer Schusswaffe über Bundesstaatengrenzen hinweg, um eine Straftat zu begehen. Allen plädierte vor einem Bundesgericht in der US-Hauptstadt weder auf nicht schuldig noch auf schuldig. Er bleibt vorerst weiter in Haft.

Der Verdächtige, laut Medienberichten ein 31 Jahre alter Mann aus Kalifornien, stürmte bei dem traditionellen Gala-Dinner mit der Hauptstadtpresse am Samstagabend (Ortszeit) schwer bewaffnet durch einen Sicherheitsposten des Secret Service, ehe er von Beamten gestoppt wurde. Der Vorfall ereignete sich ein Stockwerk über dem Zugang zum Veranstaltungssaal im Washingtoner Hilton-Hotel. Ein Mitarbeiter des Secret Service wurde bei einem kurzen Schusswechsel von einer Kugel an seiner Schutzweste getroffen, Allen wurde von Sicherheitsleuten überwältigt und festgenommen.

Sicherheitsleute brachten Trump, seine Frau und Regierungsmitglieder rasch aus dem Raum, andere Gäste suchten Schutz unter Tischen und auf dem Boden. Im Saal selbst wurde niemand verletzt. Nach Behördenangaben war Allen mit einem Gewehr, einer Pistole und Messern bewaffnet. Das Weiße Haus bezeichnete den Vorfall am Montag als den dritten Mordversuch an Trump innerhalb von zwei Jahren. „Der Hasskult des linken Lagers gegen den Präsidenten und all jene, die ihn unterstützen und für ihn arbeiten, hat bereits mehrere Menschen verletzt und getötet, an diesem Wochenende wäre das fast erneut passiert“, sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt.

Laut ntv-Korrespondent Gordian Fritz hat Allen in Südkalifornien als Nachhilfelehrer oder auch Lehrer in Teilzeit in einer privaten Bildungseinrichtung gearbeitet. Im Dezember 2024 war er demnach „Lehrer des Monats“ der Einrichtung. 2017 soll er einen Abschluss an der renommierten kalifornischen Universität Caltech (California Institut of Technology) erworben und 2018 ein Videospiel veröffentlicht haben. Sollte Allen wegen versuchten Mordes an Trump schuldig gesprochen werden, droht ihm lebenslange Haft.

Trump war in den vergangenen zwei Jahren zwei Attentatsversuchen entgangen: Im Juli 2024 schoss ein Mann während einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Pennsylvania auf ihn, die Kugel streifte den damaligen Präsidentschaftskandidaten am Ohr. Im September 2024 wollte ein Mann Trump in Florida beim Golfspielen erschießen. Der 59-Jährige wurde gefasst und Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt.

Vor dem Washington Hilton, in dem das Korrespondenten-Dinner traditionell ausgerichtet wird, hatte 1981 ein Mann den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan angeschossen und schwer verletzt. Reagan überlebte das Attentat.

Verwendete Quellen: jpe/dpa/AFP