Arzt angeklagtNach Allergie-Schock! Mädchen (2) stirbt durch Bisse von Feuerameisen

Maya Getahun (2) starb im Oktober 2024 nach Bissen durch Feuerameisen.
Maya Getahun (2) starb im Oktober 2024 nach Bissen durch Feuerameisen.
Courtesy of Bell Law Firm

Sie war doch nur zum Spielen im Garten!
Doch genau das wurde der kleinen Maya Getahun (2) im Oktober vergangenen Jahres zum Verhängnis. Denn dabei wurde sie von Feuerameisen gebissen, was zu einer allergischen Reaktion und letztlich zum Tod der Zweijährigen führte. Doch der hätte Anwälten zufolge „zu 100 Prozent” vermieden werden können.

So gefährlich sind Bisse durch Feuerameisen! Von Hautreaktionen bis hin zum Tod

Am 7. Oktober 2024 bringen Bethelhem Getu Hundie und Getahun Birhanu ihre kleine Tochter Maya (2) in die Notaufnahme des Piedmont Eastside Medical Centers in Georgia, USA. Zuvor habe das kleine Mädchen nach Daily Mail-Informationen im Vorgarten der Familie gespielt und sei dabei von Feuerameisen gebissen worden.

Bei einem Angriff beißen die Krabbeltiere zuerst zu und spritzen dann ein Sekret aus ihrem Giftstachel in die Wunde, oft mehrmals hintereinander. Das Sekret enthält Stoffe, die eine brennende Hautreaktion hervorrufen. Die Angriffe sind für den Menschen sehr schmerzhaft und verursachen rote, juckende Pusteln. Für Allergiker kann es im Extremfall sogar lebensbedrohlich werden.

So auch für die kleine Maya aus Georgia. Am Ende stirbt die Zweijährige vor den Augen ihrer Eltern an den Folgen der Ameisen-Bisse, wie Daily Mail schreibt.

Video-Tipp: Anaphylaktischer Schock! So reagiert der Körper auf eine allergische Reaktion

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Haben Ärzte den Ernst der Lage unterschätzt? Maya stirbt im Krankenhaus

Besonders tragisch: Wie es heißt, hätte es gar nicht so weit kommen müssen. Angeblich hätte das behandelnde Krankenhauspersonal zu lange gewartet, bis es die notwendigen Maßnahmen ergriffen hat. Daher haben Mayas Eltern laut dem Bericht nun das Krankenhaus sowie den behandelnden Arzt und eine Krankenschwester verklagt.

Konkret soll das Krankenhauspersonal über 20 Minuten gewartet haben, bis es schließlich Adrenalin verabreicht habe, obwohl es schon zuvor erkannt haben soll, dass Maya das lebensrettende Medikament benötigt. Bei Adrenalin handelt es sich um ein Medikament, das zur Behandlung von schweren allergischen Reaktionen eingesetzt wird.

Zusätzlich wird dem behandelnden Arzt laut Daily Mail-Informationen vorgeworfen, nicht gewusst zu haben, dass das Krankenhaus nicht über die notwendige Ausrüstung zur Behandlung des Kleinkindes verfügte. Erst als er versucht habe, Maya für die Beatmung zu intubieren, habe er erkannt, dass ihm die nötigen Mittel fehlen.

Zu diesem Zeitpunkt habe das Leben von Maya bereits am seidenen Faden gehangen. „Mayas Eltern sahen hilflos zu, wie ihre Tochter langsam an Sauerstoffmangel starb“, wird die Klageschrift zitiert. Dabei sei ihr Tod laut den Anwälten von Mayas Eltern „zu 100 Prozent vermeidbar“ gewesen.

Behandelnder Arzt ist kein Unbekannter!

Wie Daily Mail erfahren haben will, war das nicht der erste Behandlungsfehler auf dem Konto des behandelnden Arztes. 2021 soll er bei einem 53-jährigen Unfallopfer die Gefahr eines Atemstillstands nicht erkannt und daher keine künstliche Beatmung eingeleitet haben. Der Mann sei an den Folgen eines hypoxämischen Herzstillstands gestorben.

Die Anwälte von Bethelhem Getu Hundie und Getahun Birhanu sollen die Weiterbeschäftigung des Arztes als „besorgniserregend” beschrieben haben. „Muster der Fahrlässigkeit wie diese müssen aufgedeckt und angegangen werden“, werden sie weiter zitiert. „Keine Familie sollte jemals den Kummer erleben müssen, ein Kind aufgrund mangelnder Vorbereitung eines Krankenhauses zu verlieren, insbesondere bei etwas so Vorhersehbarem wie einer allergischen Reaktion. (vho)